Pluralität und Singularität der Psychoanalyse

DPV-FRÜHJAHRSTAGUNG 2015

Kassel, 3. Juni – 6. Juni 2015

Kongress Palais Kassel, Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

Hier finden Sie Aktualisierungen und auch Abstracts zu den Vorträgen und Infos zu den Foren oder AGs.

Programm- und Organisationskomitee:
Akram Abutalebi, Thomas Beier, Hedwig Blume, Petra Koellreutter-Strothmann, Hildegard Lahme-Gronostaj, Ingrid Moeslein-Teising, Konrad Rühling, Timo Storck, Rolf-Peter Warsitz, Ralf Zwiebel

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

mit dem Thema „Pluralität und Singularität der Psychoanalyse“ greifen wir einen Diskurs und eine Problematik auf, die eine große Aktualität und Dringlichkeit in vielen Bereichen der Psychoanalyse haben. Wir markieren mit dem Thema ein Spannungsfeld, das sich zwischen der unbestreitbaren Vielfalt und Vielstimmigkeit der modernen Psychoanalyse auf der einen Seite und ihrer Einzigartigkeit in theoretischer und methodischer Hinsicht auf der anderen Seite eröffnet.

Die Pluralität manifestiert sich in der klinischen Arbeit jedes einzelnen Psychoanalytikers und der Konzeptualisierung individueller Arbeitsmodelle. Sie spiegelt sich im Leben der Institute wider und zeigt sich in den unterschiedlichen Forschungsansätzen, in denen auch die Interdisziplinarität, beispielsweise mit der Entwicklungspsychologie und den Neurowissen- schaften, zunehmend Beachtung findet. Sie findet sich auch im Dialog mit Philosophie, Kunst und Literatur in der Anwendung in unterschiedlichen Kulturen und nicht zuletzt in den notwendigen Antworten auf dringliche, aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen.

Die Singularität zeigt sich in dem einzigartigen Ansatz der Psychoanalyse, auf die Bedeutung und Wirksamkeit unbewusster Prozesse für das menschliche Leben sowohl theoretisch als auch praktisch zu antworten. Die psychoanalytische Situation mit ihrem spezifischen Rahmen und Setting bleibt eine einzigartige Forschungs- und Heilmethode, in der die psychische Assoziativität, Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand sowie die unvermeidliche Konfliktstruktur basale Elemente der psychoanalytischen Arbeit sind.

Dieses Spannungsfeld stellt für jeden einzelnen Psychoanalytiker eine große Herausforderung dar, da es hier um die Auseinandersetzung und Integration ganz verschiedener, teilweise gegensätzlicher und widersprüchlicher Anforderungen von innen und außen geht. Es mag mit diesen Spannungen zu tun haben, dass sich bei der fraglos bleibenden Attraktivität der Psychoanalyse für junge Ärzte, Psychologen und andere Wissenschaftler gegenwärtig doch nur wenige für diesen analytischen Weg entscheiden können. Wir glauben, dass es unumgänglich ist, sowohl Singularität als auch Pluralität zu verdeutlichen und die damit implizierten Kontroversen einem produktiven Streit zuzuführen. In diesem Sinne haben wir ein Programm für die diesjährige Frühjahrstagung zusammenzustellen versucht, das dieses Spannungsfeld in seinem ganzen Umfang sichtbar, aber auch diskutierbar und erlebbar machen soll.

Mit zwei öffentlichen Veranstaltungen, einer verbesserten Vorinformation auf der DPV-Homepage und einem Forum zum Öffentlichen Vortrag möchten wir Anreize für die Diskussion setzen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich von diesem Tagungsthema angesprochen fühlen und laden Sie ganz herzlich ein, an der Frühjahrstagung der DPV in Kassel teilzunehmen.

Gebhard Allert

Stellvertr. Vorsitzender (geschäftsführend) der DPV

Konrad Rühling, Ralf Zwiebel

für das Programm- und Organisationskomitee

Ort:

Ramada Hotel Kassel City Centre
Baumbachstraße 2, 34119 Kassel

10.00 – 12.30 Uhr

Sitzung des Geschäftsführenden Vorstands

13.00 – 16.00 Uhr

Sitzung des Zentralen Ausbildungsausschusses

13.00 – 16.00 Uhr

Institutsleitertreffen

16.30 – 20.00 Uhr

Sitzung des Gesamtvorstands

Ort:

Kongress Palais Kassel
Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

08.30 – 10.00 Uhr

  • Sitzung des Programm- und Organisationskomitees

09.00 – 10.30 Uhr

Aufnahmevorträge

10.30 – 11.00 Uhr

Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr

Aufnahmevorträge

10.00 – 14.00 Uhr

  •  Ausschuss für Gesundheits- und Berufspolitik

Moderation: Rupert Martin, Köln

11.00 – 12.30 Uhr

  • Treffen Geschäftsführender Vorstand und Ethikkommission

11.00 – 14.00 Uhr

  • Ausschuss Öffentlichkeit und interdisziplinärer Dialog

Moderation: Michael Koenen, Köln

12.30 – 13.30 Uhr

Sitzung des Geschäftsführenden Vorstands

12.30 – 14.15 Uhr

Mittagspause

12.45 – 14.15 Uhr

  • Treffen Vorstand und Kuratorium der DPV-Stiftung 

Moderation: Georg Bruns, Bremen

12.45 – 14.15 Uhr

Sitzung des Zentralen Ausbildungsausschusses

14.15 – 19.00 Uhr

Mitgliederversammlung

16.30 – 17.00 Uhr

Kaffeepause

19.00 – 20.00 Uhr

Imbiss

Öffentlicher Vortrag
20.00 – 21.15 Uhr

  • Jochen Hörisch, Mannheim

Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus  - Zur Psychoanalyse von Eigennamen

Moderation: Gebhard Allert, Ulm

Dieser Vortrag steht anschließend im Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.psychoanalyseforum.de für Kommentare und Diskussionsbeiträge bereit.

21.15 – 23.00 Uhr

EMPFANG

09:00 Uhr

Eröffnung der Tagung

  • Konrad Rühling
    Vorsitzender des Alexander-Mitscherlich-Isntitut, Kassel
  • Gebhard Allert, Ulm,
    geschäftsführender stellv. Vorsitzender der DPV
  • Bertram Hilgen,
    Oberbürgermeister der Stadt Kassel (oder VertreterIn)

Hauptvortrag 1

09.30 – 11.00 Uhr

  • René Roussillon

La psychanalyse du narcissisme et la psychanalyse inévitablement post moderne

Moderation: Valérie Bouville, Bonn

schriftliche Übersetzung ins Deutsche liegt vor

René Roussillon, Psychologie-Professor an der Universität Lyon und Psychoanalytiker der Société psychanalytique de Paris, wirft die Frage der “post-modernen” Psychoanalyse auf, indem er ihre Verbindung mit der Problematik des Narzissmus, so wie sie in ihrer Komplexität von Freud gezeigt wurde, aufzeigt. Von der Aufstellung einiger theoretischen Schwierigkeiten, Verwicklungen und der klinischen Analyse des Narzissmus ausgehend erörtert R. Roussillon die Frage der dadurch entstehenden Modell- und Interpretationsvielfalt, die eine Pluralität der Psychoanalyse unvermeidlich macht. Die viele Fragen, die aus der Analyse des Narzissmus resultieren, führen zur Exploration einiger der “Antworten”, die historische und aktuelle Psychoanalytiker anbieten.

René Roussillon wird seinen Text auf Französisch vortragen, eine schriftliche Übersetzung liegt vor, die Diskussion wird gedolmetscht.

11.00 – 11.30 Uhr

Kaffeepause

Hauptvortrag 2

11.30 – 13.00 Uhr

  • Heinz Weiß, Stuttgart

Gedanken über Trauma, Wiedergutmachung und die Grenzen von Wiedergutmachung bei schwer traumatisierten Patienten – Eine klinische Untersuchung

Moderation: Ingrid Moeslein-Teising, Bad Hersfeld

Patienten mit ausgeprägten Traumatisierungen sind häufig in Identifikationen mit perversen, traumatisierenden Figuren verstrickt. Nicht selten bleiben sie gefangen in einem Kreislauf von Selbsthass und verfolgender Schuld, in dem die Unterscheidungen zwischen ‚Gut‘ und ‚Böse‘, Innen und Außen, Gegenwart und Vergangenheit verlorengehen. Um sich vor Verwirrung und primitiven Verfolgungsängsten zu schützen, werden destruktive Objekte idealisiert, was zum Aufbau komplexer traumatischer Abwehrorganisationen zu Lasten von emotionalem Kontakt und psychischer Entwicklung führt.

Wie im vorliegenden Beitrag gezeigt wird, bildet diese Konstellation den Ausgangspunkt für verschiedene Formen von negativen therapeutischen Reaktionen. Um Spaltungen zu überwinden und eine bessere Integration des Selbst zu erreichen - so die Argumentation - müssen auch bei diesen Patienten innere Restitutions- und Wiedergutmachungsprozesse in Gang kommen. Was aber bedeutet ‚Wiedergutmachung‘ für schwer traumatisierte Patienten? Worin bestehen ihre Möglichkeiten und wo liegen ihre Grenzen? Wie können innere Beschädigungen und Schuldgefühle im analytischen Prozess durchgearbeitet werden, ohne die Vergangenheit zu verzerren und den Patienten erneut zu traumatisieren? Bezieht sich ‚Wiedergutmachung‘ auf die Gegenwart oder die Vergangenheit, auf die inneren oder äußeren Objekte des Patienten - oder auf sein eigenes Selbst? Diese in der psychoanalytischen Literatur kontrovers diskutierten Fragen werden anhand von detailliertem Stundenmaterial aus der Behandlung einer schwer traumatisierten Patientin erörtert. Dabei ist es nach Auffassung des Autors unvermeidlich, dass die verstörende innere Welt in Übertragung und Gegenübertragung erneut durchlebt wird, um verlorengegangene Selbstanteile zurückzugewinnen und Trauerprozesse in Gang zu setzen.

‚Wiedergutmachung‘ – so die These – bezieht sich bei schwer traumatisierten Patienten in erster Linie auf die Überwindung der unbewussten Identifikation mit destruktiven Objekten, die Entwicklung eines weniger grausamen Über-Ich sowie auf die schmerzliche Rückgewinnung von Teilen des Selbst.

Die Möglichkeit, sich zu erinnern, spielt hierbei eine ebenso wichtige Rolle wie die Möglichkeit ‚vergessen‘ zu können. ‚Bewahrendes Vergessen‘ im Sinne eines „schweren Verzeihens“ (P. Ricoeur) scheint an die Fähigkeit des Analytikers gebunden, die beschädigten inneren Figuren des Patienten in sich aufnehmen und soweit bearbeiten zu können, dass er weder von ihnen überwältigt wird, noch sie in den Patienten zurückprojizieren muss. Dies beinhaltet das Durcharbeiten von Enactments, die Rückgewinnung des psychischen Raumes und die Anerkennung der Geschichte des Patienten, wie auch eine realistische Einschätzung dessen, was im analytischen Prozess erreichbar ist.

13.00 – 15.00 Uhr

Mittagspause

13.15 – 14.45 Uhr
geschlossener Arbeitskreis

  • DPV Arbeitskreis zur Beschneidungsdebatte

Moderation:
Andrea S. Schlanstein, Berlin
Dorothee von Tippelskirch-Eissing, Berlin

13.15 – 14. 45 Uhr

  • COWAP Committee on Women and Psychoanalysis 

Moderation: Ingrid Moeslein-Teising, Bad Hersfeld

13.15 – 14. 45 Uhr

  • AG Neue Medien, Website, POC

Moderation: Sönke Behnsen, Wuppertal

Die Veränderungen der Internet-Plattform der DPV mit Homepage, Online- Zeitung und Psychoanalyseforum reagieren auf den raschen Wandel der Nutzungsgewohnheiten digitaler Medien sowohl der DPV-Mitglieder als auch der Nutzer unseres Online-Informationsangebots (mobile Nutzung mit Smartphones und Tablets, interaktive Funktionen, „Blended Learning“ mit Hilfe digitaler, audiovisueller Medien etc.).

In diesem Jahr wird der öffentliche Vortrag der Kasseler Tagung erstmals zur „digitalen Fortführung“ der Diskussion mit dem Referenten im Psychoanalyseforum bereitstehen. Ebenfalls zum ersten Mal soll das Psychoanalyseforum für die Teilnehmer der Sommeruniversität nutzbar werden, um miteinander und mit der DPV über unsere Online Community in Kontakt zu bleiben.

Psychoanalyse Online Lernen – geht das überhaupt? Eine Online-Umfrage zeigt das Interesse von Internet-Nutzern an qualitativ hochwertigen Informationen über die Psychoanalyse, aber auch daran, die Möglichkeiten von Online- Seminaren und Neuen Medien zu nutzen, um Psychoanalyse (kennen-) zu lernen. Doch wie lässt sich das realisieren? In der AG Neue Medien werden diese Entwicklungen kritisch diskutiert und die bisherigen Erfahrungen ausgewertet.

13.15 – 14. 45 Uhr

  • Erweiterte Hochschul- und Forschungskommission

Moderation: Marianne Leuzinger-Bohleber, Frankfurt/M.

13.15 – 14. 45 Uhr

  • AK Kinder- und Jugendpsychoanalyse

Moderation: Angelika Staehle, Darmstadt

13.15 – 14. 45 Uhr

  • Osteuropa-Kommission

Moderation:  Christa Hack, Mainz

13.15 – 14. 45 Uhr

  • AK Ethnopsychoanalyse

Moderation:
Horst Brodbeck, Ratingen und
Mahrokh Charlier, Frankfurt/M. 

13.15 – 14. 45 Uhr

  • Treffen der berufspolitisch für die DPV in der DGPT aktiven Ärzte und Psychologen

(Kammern, KVen, Landesverbände, Beirat)
Moderation: Rupert Martin, Köln

15.00 – 16.30 Uhr
Teilnahme nur für Mitglieder der DPV

Forum zur Beauftragung mit Lehranalysen in der DPV

  • Norbert Matejek, Bensheim

Der Kampf um den Zugang zur psychischen Realität. Aspekte eines Rückzugs

Moderation: NN

Vorherige schriftliche Anmeldung bei Herrn Matejek – Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailNMatejek(at)aol.com- und Lektüre des Textes erforderlich

Forum I

15.00 – 18.00 Uhr

Koreferate und Diskussion zum Hauptvortrag 1 (Roussillon)

  • Susann Heenen-Wolf, Brüssel
  • Gerhard Dammann, Münsterlingen

Moderation: Valérie Bouville, Bonn

René Roussillion: Psychoanalyse des Narzissmus, Psychoanalyse unvermeidlich „postmodern“

Das Aufzeigen der Problematik der postmodernen Psychoanalyse anhand der Narzissmus-Diskussion ist nicht zufällig. Am Narzissmus-Thema lassen sich zentrale Probleme der Psychoanalyse, wie die Verlagerung der Triebtheorie, der Umgang mit Vielfalt und Wahrheit sowie die Fähigkeit zur Integration aufzeigen. Die Psychoanalyse ist beobachtendes Subjekt und beobachtetes Objekt zugleich.

Zum Forum

Susann Heenen-Wolf, Löwen und Gerhard Dammann, Münsterlingen diskutieren in Form von zwei Co-Referaten den Vortrag von René Roussillon, Lyon, der selbst anwesend sein wird. Die Moderation liegt bei Frau Valerie Bouville, Bonn, die Übersetzung bei Udo Hock, Berlin.

Abstract von Susann Heenen-Wolff
In ihrem Kommentar von René Roussillons Vortrag schlägt Susann Heenen- Wolf, Psychoanalytikerin in Brüssel und Professorin für Klinische Psychologie an der Université de Louvain, vor, die verschiedenen psychoanalytischen Strömungen auf ihre Verpflichtung zu Rationalität zu untersuchen. Über eine stärkere rationale Orientierung könnte grössere theoretische Einheit gewonnen werden, die Voraussetzung für wissenschaftlichen und insbesondere interdisziplinären Austausch ist. Am Beispiel vom Konzept des Ödipuskomplex, der Auffassung des Geschlechtsunterschieds wie dem der weiblichen Sexualität - Stichwort: vaginaler « reifer » Orgasmus - zeigt SHW die Notwendigkeit einer rationalen Reformulierung der psychoanalytischen Theorie auf, um der postmodernen Beliebigkeit kritisch zu entgegnen. Nur so kann ein emanzipatorischer Anspruch der Psychoanalyse existieren.

Zum Co-Referat von Gerhard Dammann, 5.6. 2015
René Roussillion: Psychoanalyse des Narzissmus, Psychoanalyse unvermeidlich „postmodern“

Das Aufzeigen der Problematik der postmodernen Psychoanalyse anhand der Narzissmus-Diskussion ist nicht zufällig. Am Narzissmus-Thema lassen sich zentrale Probleme der Psychoanalyse, wie die Verlagerung der Triebtheorie, der Umgang mit Vielfalt und Wahrheit sowie die Fähigkeit zur Integration aufzeigen. Die Psychoanalyse ist beobachtendes Subjekt und beobachtetes Objekt zugleich.

Forum II

15.00 – 18.00 Uhr

Koreferate und Diskussion zum Hauptvortrag 2 (Weiß)

  • MartinTeising, Bad Hersfeld
  • Tülay Özbek, Berlin

Moderation: Thomas Beier, Jena

In seinem Hauptvortrag, dem sich das Forum widmet, gewährt uns Heinz Weiß anhand einer ausführlichen klinischen Fallvignette einer schwer traumatisierten Patientin einen tiefen Einblick in seine psychoanalytische Arbeitsweise, die auf kleinianischen Grundbegriffen fußt. Er legt dabei ein ausgesprochen differenziertes objektbeziehungstheoretisches Konzept zum Verständnis der massiven destruktiv regressiven Folgen schwerer Traumatisierungen dar, die nicht zuletzt zu erheblichen behandlungstechnischen Schwierigkeiten führen. Ausgehend davon argumentiert er für den bei dieser Patientengruppe innovativen klinischen Ansatz, daß insbesondere innere Restitutions- und Wiedergutmachungsprozesse im Rahmen psychoanalytischer Behandlungen in der Übertragung und Gegenübertragung notwendigerweise erlebt und durchgearbeitet werden müssen, um Spaltungen überwinden, eine bessere Reintegration des Selbst erlangen und Trauerprozesse in Gang setzen zu können. Vor dem Hintergrund seiner Darlegungen diskutiert Heinz Weiß die klinischen Möglichkeiten und Grenzen der psychoanalytischen Arbeit sowie die kontroversen Ansichten zu den behandlungstechnischen Fragen kritisch.

Tülay Özbek und Martin Teising setzen sich während des Forums in ihren Koreferaten zu dem Hauptvortrag von Heinz Weiß zum einen ausführlich mit dem dargelegten klinische Material auseinander, ergänzen zum anderen die behandlungstechnischen Überlegungen und stellen darüber hinaus den Ausführungen des Hauptvortrages einen weiterführenden theoretischen Blickwinkel zur Seite. Damit wird ein weites Feld für einen fruchtbringenden Meinungsaustausch eröffnet.

Das Forum knüpft inhaltlich an die Veranstaltung mit Edna O‘ Shaughnessy während der vergangenen Herbsttagung der DPV in Bad Homburg an. Auf Grund der seinerzeit erfreulich hohen Zahl von Wortmeldungen, die das rege Interesse an der aufgeworfenen klinisch äußerst relevanten Problematik anzeigte, gibt der Moderator den aktuellen Diskussionsvoten gerne möglichst breiten Raum.

Thomas Beier

Forum III

15.00 – 18.00 Uhr

Forschungsforum: Rund um die Couch – zur Lage des Nachwuchses zwischen Ausbildung und Forschung

Einführung I: Marianne Leuzinger-Bohleber
 Präsentationen von Korinna Fritzemeyer, Lorena Hartmann und Alexa Negele

Einführung II: Rolf-Peter Warsitz
 Präsentationen von Christine Kirchhoff, Timo Storck und NN

Moderation: Georg Bruns, Bremen

Forum IV

15.00 – 18.00 Uhr

Ständiges Forum zu Fragen der Ethik
Ethische Fragen und psychoanalytische Essentials im Spannungsfeld verschiedener Zuständigkeiten (Kammern, Justiz und Medien)

  • Lorenz Böllinger, Bremen

Erfahrungen aus der Arbeit des Beschwerde- und Schlichtungsausschusses der Psychotherapeutenkammer

  • Meinhard Korte, Hanau

Was brauchen Patienten mit der Erfahrung von Abstinenzverletzungen? – Überlegungen zur Beratung im Spannungsfeld von Fürsorge und „Verfolgung“

Moderation:
Gudrun Behrens-Hardt, Wetzlar
Lorenz Böllinger, Bremen

In einer Psychoanalyse kann es zur Entgleisung der psychoanalytischen Begegnung kommen. Welche Unterstützung, welche Hilfe erfährt ein Patient durch die DPV?

Die Strukturen der DPV bieten „eine Transformation des dualen Beziehungsraums in einen triangulären Raum“ an, in dem die beteiligten Personen Handlungsweisen (des Analytikers) unter ethischen Gesichtspunkten betrachten und einen Klärungsvorgang einleiten.

Bevor es im Ethikforum um die Berührung und den Austausch mit Einrichtungen außerhalb unserer analytischen Gesellschaft geht, werden die bekannten, aber immer wieder vergessenen offiziellen Wege, wie innerhalb unserer Institution ethische Fragen behandelt werden, aufgezeigt. Ein Einfließen möglicher inoffizieller Wege bei Auftauchen ethischer Konfliktfälle, insbesondere innerhalb der Institute, könnte Teil der Diskussion sein. Unsere analytischen Selbstverständlichkeiten, im Sinne von „psychoanalytischen Essentials“ müssen solange nicht von uns hinterfragt werden, wie wir uns in unserem „geschlossenen System“ bewegen. Hinweise über mögliche Defizite im Verständlichmachen unserer Selbstverständlichkeiten bekommen wir wiederholt im Austausch mit weiteren institutionellen, einschließlich berufsrechtlichen Einrichtungen, sowie mit den Medien. Unser Umgang mit ethischen Fragen, wie mit den psychoanalytischen Essentials, kann sich von dem, was sonst normativ ist, unterscheiden.

In seinem Beitrag: Was brauchen Patienten mit den Erfahrungen von Abstinenzverletzungen? Beratung im Spannungsfeld von Fürsorge und „Verfolgung“, berichtet Herr Meinhard Korte über Erfahrungen als Ombudsmann eines psychoanalytischen Institutes und als Ombudsmann einer Ärztekammer. Die Ombudsmann-Funktion im Rahmen eines Institutes ist in der Regel beschränkt auf Konflikte zwischen Mitgliedern des Institutes untereinander bzw. mit Ausbildungskandidaten. Nur selten ist es bei den auftretenden Konflikten angezeigt, Personen außerhalb des Institutes einzubinden, allerdings durchaus dann, wenn es um gravierendes unethisches Verhalten mit schädigenden Auswirkungen auf den direkt Betroffenen und das gesamte Institut geht.

Als Ombudsmann einer Ärztekammer wird man mit Verletzungen ethischer Normen ganz unterschiedlicher Art und Schwere konfrontiert. Die betroffenen Ratsuchenden – meist Patienten – benötigen auf der Grundlage von Empathie eine Fürsorge, die sich an ihren Zielen und ihren Fähigkeiten orientieren muss. Oft ist es für den Berater schwierig – besonders angesichts gravierenden Unrechts – den Impulsen zu einem verfolgenden Agieren zu widerstehen. Damit das gelingt, bedarf es einer klaren Konzeption und Strukturierung für die Arbeit einer solchen Ombudsstelle, außerdem der Definition des jeweiligen Beratungsauftrags und der Fähigkeit, sich auf diesen zu beschränken. Über die Möglichkeiten, die besonders Psychoanalytikern für die Aufgabe zur Verfügung stehen – Arbeit mit Übertragung, Gegenübertragung, Verstehen unbewusster Inszenierungen etc. – aber auch über die Herausforderungen, die diese Arbeit immer wieder mit sich bringt, wird berichtet.

Lorenz Böllinger berichtet in seinem Beitrag „Konflikte zwischen Berufsordnung und Psychoanalyse“ über die Arbeit des Beschwerde- und Schlichtungsausschusses einer Psychotherapeutenkammer.

Forum V

15.00 – 18.00 Uhr

 

Transformation und Selbstorganisation:
Intersubjektivität, Emotionalität, Behandlungstechnik

  • Chris Jaenicke, Berlin

Konflikt und Bezogenheit: Eine Analyse intersubjektiv-emotionaler Prozesse

  • Reinhard Plassmann, Tübingen

Transformation und Deutung: Die Technik der Prozessdeutung

Konflikt wird aus der Sicht des phänomenologischen Kontextualismus ausschließlich und immer als der subjektive Zustand eines Individuums verstanden. Die intersubjektive Systemtheorie ist auf die spezifischen Ursprünge in der Entwicklung fokussiert, in denen Konflikte entstehen, und erstrebt deren Auflösung durch das Verstehen des intersubjektiven Feldes in dem sie erneut auftreten. Freuds Gefahrensituationen werden auf Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Konflikt-Theorien untersucht. Anstatt Konflikt innerhalb eines Trieb-Abwehr Modells zu verstehen, sieht die intersubjektive Systemtheorie innere Konflikte als Resultat spezifischer Kontexte von Entwicklungsentgleisungen. Freuds ontogenetische Abfolge von Gefahrensituationen wird neu konzipiert als emergente Eigenschaft des umfassenderen Patient-Analytiker Systems. Der Patient befürchtet in der sich wiederholenden, abwehrenden, konflikthaften Dimension der Übertragung eine Wiederholung seiner frühen traumatischen Erfahrung mit dem Analytiker. Während sich die Quelle von Konflikten in den Theorien unterscheiden, bleibt die Deutung von konflikthaften Widerstand in der Behandlung ein zentraler Aspekt der Psychoanalyse. Die Fallvignette zeigt wie Konflikt, Abwehr, und Gefahrensituationen in beiden Teilnehmern der therapeutischen Dyade entstehen, und dass sie entweder aufrechterhalten werden oder sich auflösen als Folge des Verstehens ihrer Ko-Konstruktion im intersubjektiven System. Die Auffassung wird vertreten, dass sich in tiefen analytischen Prozessen die Lebensthemen sowohl vom Patienten als auch vom Therapeuten auftauchen und in Wechselwirkung treten werden: Veränderungen können nur geschehen, wenn beide Teilnehmer bereit sind sich zu verändern. Chris Jaenicke

Das Verständnis seelischer Heilungs- und Wachstumsvorgänge hat in den letzten Jahren aus der Grundlagenforschung und aus den Behandlungserfahrungen zum Beispiel der Traumatherapie starke Impulse bekommen, denen das Forum Transformation und Selbstorganisation Raum gibt. Dazu gehören Erkenntnisse über die intersubjektiven Vorgänge zwischen Analysand und Analytiker und über die Deutungstechnik. Nach einer kurzen Einführung (Reinhard Plassmann) spricht Chris Jaenicke (Berlin) über
Konflikt und Bezogenheit: Eine Analyse intersubjektiv-emotionaler Prozesse.

Zusammenfassung: Die intersubjektive Systemtheorie ist auf die spezifischen Ursprünge in der Entwicklung fokussiert, in denen Konflikte entstehen, und erstrebt deren Auflösung durch das Verstehen des intersubjektiven Feldes in dem sie erneut auftreten. Freuds Gefahrensituationen werden auf Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Konflikt-Theorien untersucht. Anstatt Konflikt innerhalb eines Trieb-Abwehr Modells zu verstehen, sieht die intersubjektive Systemtheorie innere Konflikte als Resultat spezifischer Kontexte von Entwicklungsentgleisungen. Freuds ontogenetische Abfolge von Gefahrensituationen wird neu konzipiert als emergente Eigenschaft des umfassenderen Patient-Analytiker Systems. Während sich die Quelle von Konflikten in den Theorien unterschiedlich gesehen wird, bleibt die Deutung von konflikthaftem Widerstand in der Behandlung ein zentraler Aspekt der Psychoanalyse. Die Fallvignette zeigt, wie Konflikt, Abwehr,und Gefahrensituationen in beiden Teilnehmern der therapeutischen Dyade entstehen, und wie sie sich auflösen als Folge des Verstehens ihrer Ko-Konstruktion im intersubjektiven System. Die Auffassung wird vetreten, dass sich in tiefen analytischen Prozessen die Lebensthemen sowohl vom Patienten als auch vom Therapeuten auftauchen und in Wechselwirkung treten werden: Veränderungen können nur geschehen, wenn beide Teilnehmer bereit sind sich zu verändern.

Im Anschluss spricht Reinhard Plassmann (Tübingen) über Transformation und Deutung: Die Technik der Prozessdeutung

Zusammenfassung: Die psychoanalytische Deutung soll den seelischen Transformationsprozess anregen, in dem krankmachendes seelisches Material sich neu organisieren kann. Die klassische Inhaltsdeutung tut dies, indem die Inhalte des psychischen Komplexes, also Einfälle, Träume, Symptome, Inszenierungen, Übertragung und Gegenübertragung durch Deutung bewusst gemacht werden. Damit dies gelingt, müssen Störungen des seelischen Transformationsprozesses erkannt, reflektiert und gedeutet werden. Dies geschieht mit dem Deutungstyp der Prozessdeutung, sie ergänzt die Inhaltsdeutung und bereitet sie vor. Der Vortrag beschreibt verschiedene Eigenschaften der Deutungssprache und der Deutungstechnik und deren Auswirkungen auf den Transformationsprozess so dass der Analytiker die Möglichkeit hat, den Deutungstyp und die Deutungssprache gezielt so zu verwenden, dass Störungen der transformativen Prozesse erkannt, reflektiert und behoben werden können.

Forum VI

15.00 – 18.00 Uhr

25 Jahre Wiedervereinigung – Gewinne und Verluste

  • Jürgen Hardt, Wetzlar

Wiedervereinigung – Gewinne und Verluste

  • Arndt Ludwig, Zwickau

Gehören wir wirklich dazu? Vom langen Weg der ostdeutschen Psychoanalyse in die psychoanalytische Gemeinschaft

  • Irene Misselwitz, Jena und
  • Dagmar Völker, Leipzig

Mauersplitter

  • Tomas Plänkers, Frankfurt/M.

Von Deutschland nach Germany

Moderation: Michael Eickmann, Gießen

Jürgen Hardt
Wiedervereinigung – Gewinne und Verluste

 Ausgehend vom Gefühl der „Unheimlichkeit“ – der heimlichen Vertrautheit mit dem Fremden -, das die ersten Begegnungen Westdeutscher mit dem vormals versperrten Zuhause durchzog, versuche ich, obwohl ich nicht auf Behandlungen von Patienten aus der „Ehemaligen“ zurückgreifen kann, zu verstehen, was Gewinne und Verluste der sogenannten Wiedervereinigung aus westdeutscher Sicht sein könnten. Ohne auf systematisch erhobene Befunde des öffentlichen Diskurses zurück greifen zu können, scheint es so, als habe der Westen nichts dazu gewonnen – und nichts dazu gelernt -, vielleicht noch ein bequemes Reiseland und ein Terrain der Expansion; das vertraute Andere ist aber verloren (Der Diskurs der Vereinigung ist hinter dem Diskurs des Sieges zurückgetreten). Von „denen aus dem Osten“ wird dagegen Dankbarkeit erwartet, weil sie angeblich Alles bekommen und nichts Wertvolles verloren haben. So hat die Erfahrung der Vereinigung nur zur satten Selbst-Bestätigung geführt und die kritische Erwartung der Wende, es könne auch im Westen eine Reflektion des eigenen Weges beginnen, hat sich nicht erfüllt. Die aktuell zunehmende Kritik am latenten Neoliberalismus fast aller politischen Kräfte, zu dem es keine Alternative zu geben scheint, verweist auf die verlorene Chance, das eigene Fremde zur seelischen Entwicklung zu nutzen.

Arndt Ludwig
Gehören wir wirklich dazu?

Vom langen Weg der ostdeutschen Psychoanalyse in die psychoanalytische Gemeinschaft
In meinem Vortrag möchte ich den Befund der Diskrepanz zwischen den kollegialen, hilfreichen, ja freundschaftlichen, persönlichen Kontakten analytisch interessierter ostdeutscher Psychotherapeuten und westdeutscher Psychoanalytikern, die sich teilweise schon vor 1989 entwickelt haben und den zunächst distanzierten, teilweise ablehnenden Einstellungen und Verhaltensweisen durch die etablierte institutionalisierte Psychoanalyse der Bundesrepublik Deutschland untersuchen. So hat z. B. keiner der Redner, sowohl auf der DGPT-Tagung 2009, als auch auf der Tagung „100 Jahre institutionalisierte Psychoanalyse“ 2010 in Berlin nur mit einem Satz etwas zur Entwicklung der Psychoanalyse in Ostdeutschland gesagt; und das nach 20 Jahren Einheit Deutschlands. Die Entwicklungen und Veränderungen scheinen von vielen westdeutschen Analytikern bis heute nicht wirklich wahrgenommen, geschweige denn gewürdigt und anerkannt zu werden und die ostdeutschen Kollegen sind immer noch vorsichtig und zurückhaltend mit der Vertretung ihrer Erfahrungen in Auseinandersetzungen. Auf die Frage, warum das so ist, versucht der Autor eine Antwort zu finden.

Irene Misselwitz und Dagmar Völker
Mauersplitter

Mauern trennen und behindern, aber Mauern schützen auch und begrenzen. Reale Mauern können auch zu tiefen seelischen Spaltungen führen. All diesen Aspekten wollen wir nachspüren und die Ergebnisse in kurzen Thesen darstellen. Die Ergebnisse verändern sich ständig und somit stellen sie eine aktuelle Bilanz unseres Weges 25 einhalb Jahre nach dem Mauerfall dar. Der Mauerfall 1989 schützt uns jedoch nicht davor, immer wieder neue sichtbare und unsichtbare Mauern zu errichten und uns mit dem Für und Wider auseinanderzusetzen.

Thomas Plänkers
Von Deutschland nach Germany

25 Jahre nach der Wiedervereinigung rufen Tausende in Dresden „Wir sind das Volk!“ Offiziell wendet sich die Pegida-Bewegung gegen die „Islamisierung des Abendlandes“, aber wir können getrost davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrheit der Demonstranten weder einen Begriff vom Islam noch vom Abendland hat. Dementsprechend haben auch Untersuchungen ergeben, dass die meisten der Demonstranten noch nie mit Muslimen Kontakt hatten, was angesichts von 0,4% Muslimen in Dresden wahrscheinlich auch ziemlich schwer ist. Die Anti-Islam-Haltung ist deshalb eine Chiffre, die – so meine These – für die Ablehnung der „Bunten Republik Deutschland“ steht, eines Landes, das sowohl in den letzten Jahrzehnten zu einem Einwanderungsland geworden ist als auch Teil hat an einer durch Neoliberalismus und Technikentwicklung zunehmenden Internationalisierung aller Lebensbezüge. Dies aktualisiert paranoid-schizoide Ängste vor Fragmentierung, die besonders deutlich aus dem ehemaligen „Tal der Ahnungslosen“ artikuliert werden, die aber weiter verbreitet sind. In meinem Beitrag werde ich diesen Ängsten und den damit verbundenen Phantasien nachgehen.

Forum VII

15.00 – 18.00 Uhr

Kulturtheoretisches Forum

  • Dieter Ohlmeier, Kassel
  • Klaus Nerenz, Göttingen

Zum Problem der „Legitimierung“ (Freud) psychoanalytischer Deutungen von Werken der Literatur und Musik

Moderation: Rainer Paul, Wiesbaden

Den „Moses des Michelangelo“ veröffentlichte Freud 1914 zunächst anonym. Erst zehn Jahre später hat er dieses „nicht analytische Kind legitimiert“ (Freud, 1933). Die komplexe Entstehungsgeschichte dieser Arbeit und die Beziehung Freuds zu diesem „Kind der Liebe“ wirft viele grundsätzliche Fragen zur Wirkung von Kunstwerken auf, nicht zuletzt solche der Gegenübertragung im Prozess des Versuchs ihrer psychoanalytischen Deutung.

Klaus Nerenz möchte zunächst am Beispiel zweier Musikwerke - des Schlußmonologs aus „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss und des C- Dur-Präludiums aus dem Wohltemperierten Klavier I von J. S. Bach – darlegen, welche unbewußten Konflikte und auf welche Weise sie sich in diesen Werken ausdrücken. Dabei wird es auch um eine kritische Argumentation gehen, wieweit diese Deutungen – gleichsam in „legitimierter“ Weise - psychoanalytisch begründet sind.

Dieter Ohlmeier wird danach an Beispielen der griechischen Tragödien latente Bedeutungen dieser Werke auf „Absichten“ ihrer Autoren beziehen und sich dem Rätsel der über Jahrtausende anhaltenden Rezeption dieser Kunstwerke annähern. Es zeigt sich dabei, daß das griechische Drama (in seinen psychischen Situationen: Konflikt, Trauma, psychische Katastrophe, Katharsis etc.) nicht nur eine Urform der Psychoanalyse darstellt, daß darüber hinaus die psychoanalytische Wissenschaft und Therapie in der europäischen Kulturentwicklung seit ihren Anfängen verankert ist.

Forum VIII

15.00 – 18.00 Uhr

Teilnahme nur für Kandidaten und Mitglieder Psychoanalytischer Fachgesellschaften

Die psychoanalytische Arbeit von Stunde zu Stunde

  • Hermann Erb, Stuttgart

Schwierigkeiten, die negative Übertragung zu deuten

Moderation: Ursula von Goldacker, Hamburg

16.00 – 17.00 Uhr

Kaffeepause individuell

15.00 – 18.00 Uhr

Kunstführung mit dem Kasseler Künstler Horst Hoheisel
(Teilnehmer der documenta).

„Kunst der Erinnerung- Erinnerung der Kunst“.
Ein Stadtspaziergang in Kassel. 

Teilnehmerzahl 20
(Reihenfolge der Anmeldung)

Begleitung: Petra, Koellreutter-Strothmann, Kassel

18.15 – 19.45 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder der DPV

Forum zur Beauftragung mit Lehranalysen in der DPV

  • Uta Karacaoglan, Köln

Wo „Nicht“ war, soll Ich werden - Aspekte der psychoanalytischen Behandlung eines Patienten mit einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis

Moderation: Michael Gingelmaier, Bruchsal

Vorherige schriftliche Anmeldung bei Frau Karacaoglan - Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailkaracaoglan(at)t-online.de - und Lektüre des Textes erforderlich

18.15 – 19.45 Uhr

Gruppenanalytische Großgruppe

Bietet die Möglichkeit, unsere Erlebnisse und Erfahrungen während der Tagung gemeinsam zu untersuchen, zu vertiefen und weiter zu entwickeln.

Leitung:

  • Heribert Knott, Stuttgart
  • Jörg von Hacht, Hamburg

Seit vielen Jahren wird bei jeder DPV-Tagung in Frühjahr und Herbst eine gruppenanalytische Selbsterfahrung angeboten. Indem wir unsere Methode versuchen auf uns als Gruppe selbst anzuwenden, besitzt die Großgruppe einen besonderen Stellenwert. Sie bietet die Möglichkeit, Erlebnisse und Erfahrungen während der Tagung gemeinsam zu untersuchen, zu vertiefen und weiter zu entwickeln.

Zur Methode:

Die gruppenanalytische Großgruppe wird neben ihrer therapeutischen Anwendung in Kliniken auch zur Analyse des „Unbewußten einer Institution“ und auch bei Kongressen genutzt. Großgruppenprozesse sind ubiquitär; in den Pausen beim Kaffee oder im Nachhinein wird sich gern darüber ausgetauscht, wie z.B. die Atmosphäre ist oder wie sich die Gemeinschaft entwickelt hat, ohne dass dies als Gruppenprozess bezeichnet/aufgefasst wird. Bewußte Inhalte oder Beobachtungen sind dann kleinen Untergruppen der Teilnehmer zugänglich.

Dies kann zur Aufspaltung der unterschiedlichen Wahrnehmungen führen. Diese Aufspaltung der Wahrnehmungen und Beurteilungen können zusammengeführt und ausgetauscht werden, wenn alle Beteiligten zusammenkommen und sich aussprechen. Dies kann Missverständnisse auflösen und unterschiedliche Standpunkte verdeutlichen helfen.

Die Chancen der analytischen Gruppe gehen jedoch weit darüber hinaus. In der analytischen Großgruppe hat der Einzelne die Möglichkeit, sich auch über seine unbewußte Beziehung zum Ganzen klarer zu werden. Der Wert einer solchen Gruppe liegt darin, daß hier die eigene Einschätzung direkt überprüft und weiterentwickelt werden kann. Dieser Austausch dient der Integration der unbewußten Emotionalität aller, sodaß in späteren Arbeitsgruppen auf die Klärung der Emotionen in der Großgruppe zurückgegriffen und aufgebaut werden kann.

Pünktliches Erscheinen in der Gruppe ermöglicht einen störungsfreien Beginn.

Die Gruppenleiter sind Jörg von Hacht und Heribert Knott.

20.00 – 20.15 Uhr

EMPFANG

20.15 Uhr

FESTABEND

DJ Musik nach Wunsch

Hauptvortrag 3

09.00 – 10.15 Uhr

  • Gertraud Schlesinger-Kipp, Kassel

Über Gegenwärtigkeit in der Psychoanalyse

Moderation: Konrad Rühling, Bielefeld

Ausgehend von Erzählungen aus meinen Interviews mit PsychoanalytikerInnen über ihre Erinnerungen an die Kindheit in Krieg und Nationalsozialismus, geht es mir um die Frage, wie wir heute im Nachklang der Vergangenheit gegenwärtig sein können für die Themen der Jetzt – Zeit und somit für die Zukunft. Die Erzählung ist eine Form, in der sich Erinnertes vergegenwärtigen kann. Ohne Vergegenwärtigung ist keine Trauer möglich, ohne Trauer keine Hinwendung zur Realität, keine Gegenwärtigkeit.

Welche Erinnerungsorte suchen wir heute auf, 2015, 70 Jahre nach Kriegsende und Befreiung der Konzentrationslager? Wie beeinflusst diese Vergangenheit, die als Trauma und Schuld Zustände wie Schmerz und Derealisierung, lähmenden Nebel mit sich bringt, „die Psychoanalyse“ heute, also sowohl unseren klinischen Alltag als auch die Kultur unserer Vereinigung?

Es fällt uns heute schwer, im Unterschied z.B. zu Alexander und Margarete Mitscherlich, uns in die gesellschaftliche und kulturelle Debatte einzumischen. Auf den Spuren der Vergangenheit stellen wir uns der Gegenwart, hinterfragen unsere Daseins - und Denkformen? Es ist wichtig, nachzudenken über Erinnern und Vergessen – auch über eigene Traumatisierungen- ohne die Vergangenheit zu verschweigen, ohne die Opfer des Holocaust zu vergessen.

Mit der Hinwendung zur historischen Realität entstehen Zusammenhänge zwischen: Krieg – Trauma – Verbrechen des Nationalsozialismus – kulturellem Gedächtnis durch Erinnerungsorte, kulturellen Gedächtnisritualen – und dem individuellen Gedächtnis durch Dialog mit einem bedeutsamen Anderen. So ergibt sich auch heute in allen anderen aktuellen Kriegen und Bürgerkriegen der globalisierten Welt ein kulturelles und individuelles Gedächtnis der traumatischen Erfahrungen sowie der traumatisierenden Taten.

10.15 – 10.45 Uhr

Kaffeepause

Parallele Foren und Arbeitsgruppen

Forum IX

10.45 – 12.45 Uhr

Koreferat und Diskussion zum Hauptvortrag 3
(Schlesinger-Kipp)

  • Werner Bohleber, Frankfurt/M.

Moderation: Hedwig Blume, Kassel

Forum X

10.45 – 12.45 Uhr

  • Michael Hampe, Zürich
  • Wolfgang Mertens, München

Vielstimmigkeit in Philosophie und klinischer Psychoanalyse

Moderation: Ralf Zwiebel, Kassel

Die vereinheitlichende Wissenschaftsphilosophie wie die von Karl Popper, die von allgemeinen Standards der Rationalität und Erfahrung ausging, um Wissenschaftern zu verstehen, ist durch eine pragmatisch historische, wie die von Ian Hacking, abgelöst worden, die sich den jeweiligen Verfahren einer Disziplin zuwendet. Das hat Folgen für die Wissenschaftstheorie der Psychoanalyse. Im vielstimmigen Konzert der Wissenschaften ist die Psychoanalyse weder als eine Natur -, noch als eine Geisteswissenschaft, weder als eine experimentelle, noch als eine hermeneutische Disziplin zu begreifen, sondern als ein Projekt sui generis, das -- im Anschluss an John Forrester -- als "Thinking in Cases" spezielle Methoden der Medizin und Jurisprudenz weiterführt, aber natürlich auch mit denen nicht in einen Topf geworfen werden.

Forum XI

10.45 – 12.45 Uhr

Kinderanalyse:

  • Alfred Walter, München

Externalisierung als therapeutisch bedeutsamer Faktor in der psychoanalytischen Behandlung von Jugendlichen

Moderation: Thomas Ziegler, Kassel

Der analytische Raum entspannt sich als gemeinsamer Vorstellungsraum vom Kind bzw. Jugendlichen und dem Analytiker, zwischen dem Material der Kinder, ihren Einfällen, ihren Erzählungen, den gemeinsamen Spielsituationen und den Einfällen, Deutungen der Analytiker/innen. Er wird von einem umgebenen Rahmen quasi wie von einer Haut begrenzt. Jenseits dessen liegt das Draußen, der Lebensalltag des Kindes bzw. des Jugendlichen und der der/s Analytikerin/s. In der Erwachsenenanalyse beschäftigt uns dann manchmal das „acting in“, wenn beispielsweise Veränderungen des Analytikers wie veränderte Kleidung, Erkrankung überraschende Resonanzen im analytischen Prozess hervorrufen und das „acting out“, wenn wir uns fragen, wie wir mit Briefen der Analysanden umgehen.

In der analytischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat die Grenzregion „ Rahmen“ eine viel größere Bedeutung. Mir fielen in der Vorbereitung auf Heute die ersten Stunden meiner ersten Kinderanalyse ein, in dem der 5-jährige Junge plötzlich das Fenster aufriss und beispielsweise meine Uhr raus schmeißen wollte und das in einem Tempo, dass ich gerade noch reagieren konnte. Oder später in derselben Analyse, als er die Szene des „Raubritters“ (wie ich sie nannte) inszenierte, indem er zu Beginn der Stunde die Praxis quasi überfiel, sich auf das Telefon stürzte, Knöpfe drückte, Türen besetzte und bei mir versuchte am Ende der Stunde mit prall gefüllten Hosentaschen Playmobilteile zu erbeuten.

In den 60- er Jahren im letzten Jahrhundert führte Winnicott den Begriff des „potential space“, Möglichkeitsraum, wie wir ihn üblicherweise nennen, ein. Winnicott meinte damit, den gemeinsamen inneren Vorstellungsraum zwischen Mutter und Kind, der sich in der frühen Einheit, miteinander beginnt zu entfalten. Zunehmend entwickelt das Kind einen mehr und mehr von der Mutter getrennten inneren Raum. Ein Jugendlicher sprach in einer Analyse vor kurzem Mal von seiner psychischen Abnabelung. Wo ist der „potential space“ bei Jugendlichen lokalisiert, in einem zunehmend eigenen inneren Erlebnisraum oder vorzugsweise im Aussen? Viele kennen vielleicht die Postkarte, die manche Jugendlichen in ihrem Zimmer haben: Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden. Vor einiger Zeit las ich im Spiegel einen Artikel über die sogenannten „over-sharer“. Hier las ich, wie inzwischen Youtube als Medium für Heranwachsende sehr wichtig geworden sei, oft wichtiger als andere Medien wie Bücher oder Fernseher. In dem Artikel wurde über eine Kultur berichtet, in der Heranwachsende gerne mit Anderen ihren Lebensalltag teilten. Beispielsweise wurde eine 13-jährige beschrieben, sie nenne sich Bibi, die viel damit beschäftigt sei, vielfältige Alltagssituationen z.B. Zähneputzen, Essen oder Gespräche mit Freunden in Videos mit anderen Gleichaltrigen zu teilen und von diesen häufig aufgesucht werde. Als ich das las, fiel mir ein, wie Herr Bürgin vor drei Jahren während der Kinderanalysewoche in Sils Maria davon gesprochen hatte: „Kinder brauchen Menschen, die mit ihnen die Seele teilen.“ Kinder gebrauchen den inneren Raum von Erwachsenen, um zunehmend einen eigenen zu entwickeln. Was suchen die Jugendlichen und wie entwickeln sie ihren inneren Raum weiter? 

Forum XII

10.45 – 12.45 Uhr

  • Joachim Kuechenhoff, Liestal
  • Rolf-Peter Warsitz, Kassel

Die Eigenständigkeit der psychoanalytischen Erfahrung und die Pluralität der psychoanalytischen Konzeptualisierung

Forum XIII

10.45 – 12.45 Uhr

Ausbildungsforum
 Zur Kontroverse über die Lehranalyse in der psychoanalytischen Ausbildung

  • Hermann Beland, Berlin

Lehranalyse und Institution - Die Progression des Verstehens ist im Rahmen des organisierten Vertrauens möglich

  • Thomas Pollak, Frankfurt/M.

Lehranalyse - Für und Wider einer Änderung der derzeitigen Regularien

  • Tilmann Paschke, Mannheim

Lehranalyse, Supervision, Ausbildung - aktueller Stand aus Kandidatensicht

Moderation: Heribert Blaß, Düsseldorf

Zur Kontroverse über die Lehranalyse in der psychoanalytischen Ausbildung Zur Geschichte der psychoanalytischen Ausbildung gehören wiederkehrende Diskussionen über die Position, Bedeutung und Wirkung der Lehranalyse innerhalb dieser Ausbildung. Die Lehranalyse ist ein integraler Bestandteil der Ausbildung im Eitingon-Modell, während beispielsweise das französische Ausbildungsmodell keine spezifische Lehranalyse, sondern nur die persönliche Analyse von Kandidaten kennt. Auch innerhalb der DPV ist in letzter Zeit eine kontroverse Diskussion über die Lehranalyse entstanden. In dieser Diskussion äußern die Kritiker vor allem Skepsis gegenüber der institutionellen Einbettung der Lehranalyse, während die Befürworter den Einbezug der institutionellen Dimension für unvermeidlich halten.

Das auf dieser Tagung angebotene Forum XIII soll das dem gleichen Thema gewidmete Ausbildungsforum auf der letztjährigen DPV-Herbsttagung fortsetzen.

Hermann Beland, Berlin, wird in seinem Einführungsvortrag ausführen, dass im Verhältnis von Lehranalyse und Institution die Progression des Verstehens nur im Rahmen des organisierten Vertrauens möglich ist.

Thomas Pollak, Frankfurt am Main, wird sich in seinem Inputreferat mit dem Für und Wider einer Änderung der derzeitigen DPV-Regularien für eine Beauftragung mit Lehranalysen auseinandersetzen.

Tilmann Paschke, Mannheim, wird die Ergebnisse einer Umfrage unter den Kandidaten der DPV vorstellen, in welcher die aktuelle Sicht von Kandidaten auf die Lehranalyse, die Supervision und die Ausbildung insgesamt deutlich wird.

Moderiert wird das Forum von Heribert Blaß, Düsseldorf. Alle drei Kurzvorträge sollen dazu dienen, die nachfolgende Diskussion unter den Forumsteilnehmern anzuregen und die Diskussion innerhalb der DPV allgemein zu befördern. Da kontroverse Standpunkte vorgetragen werden, ist mit einem spannenden, anregenden Gedankenaustausch zu rechnen.

gez. Heribert Blaß

Forum XIV

10.45 – 12.45 Uhr

  • Sudhir Kakar, Goa
  • Maya Nadig, Bremen

Interkulturelle Pluralität in klinischer und angewandter Psychoanalyse

Moderation: Akram Abutalebi, Göttingen

Sudhir Kakar ist ein international anerkannter Psychoanalytiker, Kulturwissenschaftler und Romancier . Er studierte zunächst Maschinenbau, Wirtschaftwissenschaften und Psychologie, bevor er durch die Bekanntschaft mit Eric Ericson zur Psychoanalyse kam. Er lehrte an verschiedenen Universitäten in den USA , Europa und in Indien und hat viele Preise und Ehrungen erhalten. Er arbeitete als Psychoanalytiker in Delhi und lebt heute als Schriftsteller in Goa. In seinen Werken ist er ein „Wanderer zwischen den Welten“, ein Kulturvermittler zwischen indischer Tradition und Moderne, zwischen Mythologie und Wissenschaft.

In seinem Beitrag reflektiert Kakar über vierzig Jahre psychoanalytische Praxis in Indien : Erfahrungen im Labor einer nicht-westlichen Kultur deuten auf die Notwendigkeit einer Modifikation in psychoanalytischer Theorie und Praxis hin.

Nadig untersucht mit der ethno-psychoanalytischen Methode die Sozialisation bei den Mosuo, einer matrilinearen Gesellschaft ohne Ehe in Südchina, deren Mitglieder mit der mütterlichen Blutsverwandtschaft in Großhaushalten leben und produzieren. Sie zeigt, dass das fremd anmutende Verhalten indirekt auf die vorhandenen Lebensbedingungen eingestellt ist. Ein unreflektierter Rückgriff auf psychoanalytische Kategorien würde aber eine wertende, nicht adäquate Interpretation der Beziehungsformen und ihrer unbewussten Bedeutung zur Folge haben. Es geht um einen vielperspektivischen Zugang zu Funktionsweisen des Unbewussten in der fremden Kultur.

Forum XV

10.45 – 12.45 Uhr

Kulturpsychoanalytisches Forum

  • Bettina Meissner, Köln

Der Übergangsraum in der Malerei

Moderation:
Johannes Döser, Essen-Werden
Christoph E. Walker, Ammerbuch

In der Arbeit von Winnicott über Übergangsobjekte und Übergangsphänomene heißt es: „der intermediäre Erfahrungsbereich (bleibt)........ das Leben lang für außergewöhnliche Erfahrungen im Bereich der Kunst, der Religion, der Imagination und der schöpferischen wissenschaftlichen Arbeit erhalten“. Die Autorin veranschaulicht das Erleben des Übergangsraums im Bereich der Kunst, das bei einigen Bildern z.B. von Velázquez, Monet, Hockney und Uecker stärker ausgeprägt ist, bei anderen z.B. bei Bildern von Hodler, Mondrian und Twombly weniger. Der Übergangsraum ist ein Raum, in den „in gleicher Weise innere Realität und äußeres Leben einfließen“ (Winnicott). Das heißt, bei einem Bild kann der Betrachter das sehr körperliche Gefühl bekommen, in den Bildraum hineingezogen zu werden, so dass sich die Grenze zwischen dem Bild und der Realität des Betrachters aufzulösen scheint, wenn auch nur für einen Moment. Das Bild wird zur Realität des Betrachters und dieser wiederum meint, das Geschehen auf dem Bild mit zu gestalten. Dabei entfaltet sich die Wirkung des Bildes erst, wenn sich der Betrachter bewegt. Der Übergangsraum wird erlebt; er wird für jeden Betrachter neu erschaffen und nicht von außen betrachtet. Der Sinn entsteht durch die Wirkung, die das Bild auf den Betrachter hat und es ist ein ganz persönlicher Sinn, also subjektiv.

Wichtig ist, dass sich die „primäre Kreativität“, dieser „frei schwebende“ Zustand zwischen Phantasie und äußerer Realität störungsfrei entfalten kann, und zwar im Zuge einer „Regression im Dienste des Ich“ (Kris) oder in einem Zustand „harmonischer Verschränkung“ (Balint), gleichwohl am Rande der Angst vor der Überschreitung der Schwelle zum Verrücktsein.

Die Bilder, die von der Autorin zunächst mit dem Erleben im Übergangsraum in Verbindung gebracht wurden, hatten alle mit Spiegelungen zu tun, entweder durch dessen Darstellung auf dem Bild oder mit dem Einsatz von Spiegeln bei der Herstellung des Bildes oder auch beides zusammen. Auffallend ist bei diesen auch die regelmäßige Verwendung mehrerer Fluchtpunkte. Das Moment des Spiegelns mag beim Betrachter das Erleben des Übergangsraums verstärken, ist aber nicht die einzige Möglichkeit von Künstlern, den Übergangsraum zu vermitteln. Mit Installationen ist das ebenfalls möglich.

Die Betrachtung der Grand Canyon-Bilder von Hockney veranschaulicht, welche Mechanismen während des kreativen Prozesses im Übergangsraum beteiligt sind. Bildhaft dargestellt ist, was in Theorien von Psychoanalytikern u.a. Elliott Jaques zu dem Verlauf des kreativen Prozesses geschrieben worden ist. Jaques nennt lysis und scanning als wichtige Elemente. Es geht um das Herauslösen (lysis) von Elementen, „die innerhalb eines anderen Satzes von Ideen organisiert sind“ (Jaques), um sie „in einen neuen Kontext“ zu stellen (scanning). Bion bezieht sich mit seiner Theorie des Geistes auf Jaques und setzt sie in die abstrakte Formel der PS-D- Bewegung um. Gemeint ist die Wechselwirkung zwischen der paranoid-schizoiden und der depressiven Position im Sinne von Melanie Klein, die er nicht nur als Entwicklungsstufen betrachtet, sondern als eine Bewegung, die während des ganzen Leben erhalten bleibt (Krejci).

Bei allen Versuchen einer Sinnfindung bleibt es in der Autonomie des Betrachters, sich verführen zu lassen für das Erleben im Übergangsraum.

AG 1

10.45 – 12.45 Uhr

  • Hartmut Radebold, Kassel
  • Hans-Jürgen Wirth, Gießen

Wieviel zeitgeschichtliches Wissen braucht Psychoanalyse?

AG 2

10.45 – 12.45 Uhr

Psychoanalytische Prozesse konzeptualisieren

Bernd Nissen, Berlin
 Ursula v. Goldacker, Hamburg
 Jutta Gutwinski-Jeggle, Tübingen

  • Gerd Schmithüsen, Köln

Psychoanalytisch arbeiten als Prozess - von der Synchronisierung zum Konzept

Moderation: Jutta Gutwinski-Jeggle, Tübingen

Zusammenfassung: Ich werde versuchen zu beschreiben, warum es sich meines Erachtens empfiehlt, Konzepte Schritt für Schritt im Tempo und im Zusammenhang mit dem psychoanalytischen Prozess, mit gebotener Vorsicht und nachträglich zu entwickeln. Und ich werde versuchen darzustellen, warum es notwendig ist, jederzeit bereit zu sein, die Brauchbarkeit und den Erklärungswert der entwickelten Konzepte in Frage zu stellen und, wenn es das klinische Material nahe legt, die Konzepte so zu verändern, dass sie die klinischen Befunde erklärend integrieren können. Dabei sind für mich unter anderem die Überlegungen von Britton und Steiner zu überwertigen Ideen und ausgewählter Tatsache, von Evelyn Schwaber zum analytischen Zuhören und Wunderlichs Überlegungen zur Interpretation der Ausgrabungsstätte von Knossos auf Kreta leitend gewesen. Diese Autoren räumen den klinischen - und im Falle von Wunderlich den archäologischen - Befunden Priorität vor konzeptuellen Festlegungen ein. Wie diese Autoren plädiere ich für eine langsame, kleinschrittige Konzeptbildung, um nicht durch zu frühes Konzeptualisieren zwar das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen, dabei aber den Wahrnehmunsraum einzuengen und dadurch unter Umständen die Verbindung zu den klinischen Phänomenen zu verlieren.

12.45 – 13.45 Uhr

Mittagspause

12.45 – 13.45 Uhr

  • Gemeinsame Sitzung

Ausschuss Fortbildung & Nachwuchsförderung / AG Öffentlichkeitsarbeit an den Instituten / Ausschuss Öffentlichk. & interdisziplinärer Dialog

Moderation:
Dorothee Stoupel, Berlin,
Michael Koenen, Köln

12.45 – 13.45 Uhr

  • Treffen der Gruppenanalytiker in der DPV

Moderation:
Paul Janssen, Dortmund
Jörg von Hacht, Hamburg

12.45 – 13.45 Uhr

  • Vorstandskommission Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie mit den Beauftragten der Institute

Moderation: Michael Eickmann, Gießen

AG 3

13.45 – 15.45 Uhr

COWAP Committee on Women and Psychoanalysis

  • Ute Auhagen-Stephanos, Neu-Ulm

Pluralität von Zeugung und Elternschaft

Moderation: Ingrid Moeslein-Tesing, Bad Hersfeld

AG 4

13.45 – 15.45 Uhr

  • Peter Potthoff , Ratingen
  • Sabine Lorenz, Lüdenscheid
  • Sabine Wollnik, Köln
  • Thomas Sporner, Düsseldorf

Wie wirkt Psychoanalyse? Versuch einer Standortbestimmung aus empirischer, postbionianischer und relationaler Sicht

Forschen in der Psychoanalyse und Psychotherapie hat eine Tradition seit den Anfängen. Neben der Frage der Krankheitsgenese- und Ätiologie konzentrierte sich die Diskussion seit den 1950er Jahren auf Zahlen und Therapie-Ergebnisse. Nach polemischen Schulkämpfen verlagerte sich die Diskussion in den 80er Jahren auf die Differenzierung spezifischer und allgemeiner Wirkfaktoren. Die psychoanalytische Community ließ sich spät auf diese Perspektiven ein, suchte einen Weg „zwischen Wort und Zahl“. Im Stockholmer Forschungsprojekt wurden 2001 erstmals auch Auswirkungen speziell „psychoanalytischer Haltungen“ beziffert. Anliegen unserer Arbeitsgruppe, die seit mehreren Jahren besteht und dem Dialog zwischen verschiedenen psychoanalytischen Richtungen dient, ist es diesmal, der Frage nach Therapiezielen, Therapiemethoden und Ergebnissen der empirischen Psychotherapieforschung und den sich daraus ergebenden Spannungsbeziehungen nachzugehen.

Thomas Sporner wird über wichtige Ergebnisse der empirischen Psychotherapieforschung berichten und eigene Überlegungen beisteuern, wobei es auch um die Überwindung der durch Schulengrenzen und -Ideologien bedingten Denkeinschränkungen geht.

Sabine Lorenz stellt die postbionianisch-postkleinianische Sicht da. Es geht ihr anhand der Darstellung einer mehrjährigen analytischen Arbeit darum, zu zeigen, wie ein psychosomatisches Symptom in erträgliche und damit erlebbare Affektbeträge transformiert und damit bearbeitet werden kann.

Sabine Wollnik arbeitet in der relationalen Tradition, die sich als verschiedene analytische Strömungen wie Weiterentwicklungen der interpersonellen Theorie, der britischen Objektbeziehungstheorie, der Bindungs- und Säuglingsforschung u. a. versteht. Gemeinsam ist die Idee eines intersubjektiv konstituierten Feldes, innerhalb dessen vor allem auch nichtsprachliche Enactments stattfinden, die zunächst erlebt und erlitten werden. In der sich bildenden neuen Beziehung entstehen neue Bedeutungen, die dann in Sprache gefasst werden. Sie erläutert dies anhand einer kurzen Vignette.

AG 5

13.45 – 15.45 Uhr

  • Andreas Peglau; Berlin

Wilhelm Reichs Ausgrenzung als negative Zäsur, seine Re-Integration als Chance für die Psychoanalyse

Moderation: Konrad Rühling, Bielefeld

Mit dem Thema Pluralität der Psychoanalyse ist eine Auseinandersetzung mit Wilhelm Reich theoretisch und historisch zwingend. Andreas Peglau hat kürzlich eine umfassende Monografie vorgelegt  mit dem Titel "Unpolitische Wissenschaft"? Sie  ist eine Herausforderung für gängige Sichtweisen. Er spitzt zu:
Keine andere Person ist innerhalb der Psychoanalyse mit derselben Vehemenz verdrängt worden wie Wilhelm Reich (1897-1957). Die Gründe dafür erschließen sich, wenn man sich genauer mit Wirken und Wirkung Reichs zwischen 1930 (als er von Wien nach Berlin zog) und 1939 (als er von Norwegen in die USA emigrierte) befasst.
In diversen Archiven hat Peglau dabei eine Fülle teils desillusionierender Fakten entdeckt: So war die Psychoanalyse im Nationalsozialismus weit weniger verfolgt und weit besser integriert als allgemein angenommen.
Doch sich mit Wilhelm Reich – erstmals – gründlich auseinanderzusetzen, würde der Psychoanalyse nicht nur einen umfassenderen Blick auf ihre eigene Geschichte ermöglichen. Auch für Menschenbild, Therapieziele und soziale Verantwortung der Freudschen Lehre ließen sich wesentliche Konsequenzen daraus ableiten.

AG 6

13.45 – 15.45 Uhr

  • Wolfgang Welsch, Berlin
  • Horst Brodbeck, Ratingen

Pluralität in Individuen und Gesellschaften - Ethnopsychoanalytische und philosophische Betrachtungen zur Transkulturalität

Moderation: Maya Nadig, Bremen

“Pluralität in Individuen und Gesellschaften – Ethnopsychoanalytische und philosophische Betrachtungen zur Transkulturalität“

Die Arbeitsgruppe geht der Frage nach, wieviel Pluralität in einer Gesellschaft oder einem Individuum möglich und wieviel Singularität nötig ist, um nicht auseinanderzufallen oder in zerstörerische Konflikte zu geraten, die in Gewaltanwendung münden können.

Der Philosoph Prof. Dr. Wolfgang Welsch, Berlin hat in den neunziger Jahren das Konzept der Transkulturalität entworfen, das besagt, dass Kultur heute nicht mehr als homogene Strukturen (quasi Kugeln) aufgefasst werden kann, sondern das Ergebnis von (andauernden) Durchdringungen und Verpflechtungen mit anderen Kulturen darstellt. Dieses Verständnis von Kultur geht von offenen Strukturen aus, die sich mit Elementen unterschiedlicher kultureller Herkunft verbinden und zu etwas Neuem werden können.

Prof. Dr. med. Michael Günter, Stuttgart, ist Erwachsenen- und Kinderanalytiker, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Stuttgart. Sein Beitrag richtet sich mit psychoanalytischem Blick auf die individuelle Entwicklung und die Entstehung des Selbst- und Identitätsverständnisses im kulturellen Kontext. Dabei interessiert uns besonders die Frage, ob heutige Individuen sich per se transkulturell verstehen und dies nicht nur auf Migranten zutrifft. Sind Individuen heutzutage weniger monolithisch als früher und dadurch anschlussfähiger und kommunikativer geworden oder sogar eher instabiler? Wie viel innere Pluralität aber ist möglich, wann droht Desintegration?

Dr. med. Horst Brodbeck, Ratingen ist Psychoanalytiker und hat sich an ethnopsychoanalytischer Feldforschung beteiligt. Am Beispielen der Himba in Namibia und der Inuit auf Grönland versucht er die Auswirkungen transkultureller Prozesse aufzuzeigen.

Prof. Dr. Maya Nadig, Psychoanalytikerin und Ethnologin, war Leiterin des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen mit den Schwerpunkten Ethnopsychoanalyse, postkoloniale Kulturtheorien, Migration und Transkulturalität. Sie unternahm Forschungen aus ethnopsychoanalytischer Sicht in Mexico, der Schweiz und China. Im Moment arbeitet sie an der Charité Berlin im Zentrum für Interkulturelle Psychotherapie und Psychiatrie (ZIPP). Sie hat die Moderation der Arbeitsgruppe übernommen.

Wolfgang Welsch
Was ist eigentlich Transkulturalität?

Das Konzept der Transkulturalität schlägt ein gegenwartsbezogenes Konzept von Kultur vor, das sich sowohl vom klassischen Konzept der Monokulturen wie von den neueren Konzepten der Interkulturalität und Multikulturalität unterscheidet.

Die traditionelle Bestimmung der Kulturen als Inseln oder Kugeln ist deskriptiv unzutreffend geworden, weil heutige Kulturen intern durch eine Vielfalt kultureller Formen und extern durch grenzüberschreitende kulturelle Muster gekennzeichnet sind. ‛Kultur’ ist nicht gleich ‛Nation’. Mischung besteht schon auf der Mikroebene: die meisten unter uns sind ihrer kulturellen Formation nach hybrid. Die Konzepte der Interkulturalität und Multikulturalität kurieren Symptome, halten aber am Grunddesign der Kulturen als homogener Inseln oder geschlossener Kugeln fest. Hingegen fasst das Konzept der Transkulturalität die gegenwärtigen kulturellen Mischungen ins Auge und plädiert für eine Kultur der Anschluss- und Übergangsfähigkeit. Wo die kulturelle Identität von Individuen – und zwar tendenziell von allen heutigen Menschen, nicht nur von Migranten – durch mehrere kulturelle Elemente unterschiedlicher Herkunft bestimmt ist, bestehen immer auch gemeinsame Schnittmengen, die erste Schritte der Kommunikation und darauf aufbauend die Entwicklung weiterer Gemeinsamkeiten ermöglichen. – Wie können wir uns die eigene innere Transkulturalität bewusst machen und, im Gegensatz zu kursierenden Stereotypen, die Transkulturalität anderer Personen erfahren?

AG 7

13.45 – 15.45 Uhr

  • Meinhard Korte, Hanau

Psychoanalytische Supervision, Organisationsberatung und Coaching - Besondere Möglichkeiten, Herausforderungen und „Fallstricke“

Moderation: Gerhard Wittenberger, Kassel

 

 

In dieser Arbeitsgruppe geht es um die Frage, welche besonderen Möglichkeiten wir als Psychoanalytiker in den genannten Arbeitsbereichen haben und: Wie können wir (auch) psychoanalytische Theorie und psychoanalytische Technik (z. B. die Einsicht in unbewusste Motive; Arbeit mit Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand; Szenisches Verstehen) nutzen?

Eine kurze Einführung befasst sich mit folgenden Fragen: In welchen Situationen suchen Institutionen eine Beratung? Welche Hoffnungen, Erwartungen, Ziele (bewusst / unbewusst) haben alle Beteiligten (Auftraggeber, Supervisor / Berater und Teilnehmer) bzgl. der Supervision / Organisationsberatung? Was tun wir im Fall von Interessenkollision? Welche unterschiedlichen Formen von Supervision und Organisationsberatung / Coaching gibt es? Wodurch unterscheidet sich die psychoanalytische von anderen Formen der Supervision und Organisationsberatung) Und: Warum werden Psychoanalytiker für diese Aufgabe engagiert? Ist die psychoanalytische grundsätzlich „besser“ oder wirksamer?

Im Zentrum der Arbeitsgruppe steht die Darstellung der spezifischen Herausforderungen für Psychoanalytiker, wenn sie sich auf diese Arbeit einlassen. Wo sind die Parallelen, wo sind die Unterschiede zu den Problemen der täglichen psychoanalytischen Praxis?

An Fallbeispielen wird aufgezeigt, welchen bewussten und unbewussten Verführungen („Fallstricken“) der Supervisor / Organisationsberater ausgesetzt sein kann und wie er immer wieder an schwierige Grenzen kommt. Was kann dabei helfen, solche Situationen frühzeitig zu erkennen? Wie kann man mit ausgeprägten Gefühlen von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Entwertung umgehen und bedrohliche Situationen gut überstehen / „überleben“? Welche Voraussetzungen qualifizieren Analytiker für eine solche Arbeit, wodurch werden sie zu guten Supervisoren / Beratern (z.B. gruppenanalytische Kompetenz, spezifische Ausbildungen; Selbsterfahrung et cetera)? Was hält manche Psychoanalytiker davon ab, in diesen Bereichen tätig zu werden?

Es soll genügend Raum zur Verfügung stehen, damit die Teilnehmer an der Arbeitsgruppe über diese (und weitere) Fragen diskutieren und natürlich auch eigene Erfahrungen einbringen können.

13.45 – 15.15 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder der DPV

Forum zur Beauftragung mit Lehranalysen in der DPV

  • Charlotte Günther, Frankfurt/M.

Seelenarbeit 'im Transit' - Analysen nach Organtransplantation

Moderation: Isolde Böhme, Köln

Vorherige schriftliche Anmeldung bei Frau Günther - Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailcharlotte.guenther(at)t-online.de - und Lektüre des Textes erforderlich

16:00 - 17.30 Uhr

Öffentliche Veranstaltung
Eintritt 8,- / 5,- € (erm.)

Literatur – Zeitgeist – Psychoanalyse

Siri Hustvedt, Autorin, New York,

im Gespräch mit

Marianne Leuzinger-Bohleber, Kassel / Frankfurt/M.

17.30 – 18.00 Uhr

EMPFANG

ENDE DER TAGUNG

Mittwoch, 03. Juni 2015

Ort:

Alexander-Mitscherlich-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Kassel
Karthäuser Straße 5a
34117 Kassel

16.00 – 17.30 Uhr

Supervisionsgruppen

  • Claudia Thußbas, Berlin
  • Joachim F. Danckwardt, Tübingen 

17.30 – 18.00 Uhr

Kaffeepause

18.00 – 19.30 Uhr

Workshop

Implizite und explizite Theorien in Ausbildungsbehandlungen

  • Werner Bohleber, Frankfurt/M. 

20.00 Uhr

Gemütliches Beisammensein

Gasthaus Lohmann
Königstor 8
34117 Kassel

Donnerstag, 04. Juni 2015

Ort:

Kongress Palais Kassel
Holger-Börner-Platz 1
34119 Kassel

14.30 – 17.30 Uhr

Versammlung der KandidatInnen und TeilnehmerInnen

  1. Tagungsort
    Kongress Palais Kassel, Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel
  2. Tagungsbüro
    Telefon: Antje Harz 0561 - 7077-226
     
    Öffnungszeiten:
    Donnerstag, 04. Juni 2015 08.00 – 18:30 Uhr
    Freitag, 05. Juni 201508.00 – 17:30 Uhr
    Samstag, 06. Juni 201507.30 – 16.00 Uhr
  3. Anmeldung: Online Formular
    Anmeldeschluss online oder postalisch ist der 27.05.2015. Danach sind Anmeldungen vor Ort in Kassel möglich.
    Mitglieder anderer psychoanalytischer und psychotherapeutischer Fachgesellschaften können als Gäste an der Tagung teilnehmen. Die Aufnahmevorträge sind DPV–intern.
  4. Hotelzimmer
    Wir haben Kontingente in verschieden Preiskategorien für Sie reservieren können.
    Die aktuelle Liste finden Sie auf unser Homepage Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.
  5. Kongressunterlagen
    Alle persönlichen Unterlagen werden im Tagungsbüro in Kassel ausgegeben.
  6. Namensschilder
    Von allen Teilnehmern sind die Namensschilder (einheitlich durchsichtig) bei allen Veranstaltungen deutlich sichtbar zu tragen. Wenn Sie als Gast teilnehmen, erhalten Sie auf der Rückseite des Namensschildes einen Punkt.
  7. Telefonverbindung
    Während der Tagung sind Sie im Kongress Palais Kassel im Tagungsbüro unter der Telefonnummer 0561 - 7077-226 zu erreichen.
  8. Technik
    Sollten Sie als Vortragender technische Hilfsmittel benötigen, bitten wir Sie bis zum 30.04.2015 sich an unser Tagungsbüro per E-Mail an Antje Harz Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailtagungsbuero(at)dpv-psa.info zu wenden.
  9. Zertifizierung
    Die Arbeitstagung der DPV wird von der Landesärztekammer Hessen mit Fortbildungspunkten zertifiziert. Teilnehmer, die an der Zertifizierung teilnehmen möchten, müssen sich vor Ort im Tagungsbüro in die Anwesenheitslisten eintragen. Die Bescheinigungen können Sie am letzten Tag der Tagung im Tagungsbüro abholen.

Pressemappe

online Anmeldung

nur noch vor Ort möglich

Hotelreservierung

Programmheft zum download

Plakat

Flyer

Flyer Frühjahrstagung 2015