Die DPV ist mit etwa 1100 Mitgliedern eine der großen Mitgliedsgesellschaften der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). In der DPV wird die Ausbildung zum Psychoanalytiker in den 13 regionalen Instituten nach einheitlichen Regeln im Rahmen hoher internationaler Standards durchgeführt. Die lokalen Institute sind in der Gestaltung ihrer konkreten Ausbildungsangebote relativ unabhängig. Einige bieten neben der psychoanalytischen Aus- und Weiterbildung auch eine solche in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie an. Seit 2006 gibt es eine von der IPV anerkannte Ausbildung zum Kinder -und Jugendlichenanalytiker der DPV.

Die Mitglieder der DPV arbeiten zum großen Teil in eigenen Praxen,  aber auch an Universitäten, in Kliniken und in Beratungsstellen. Im ambulanten Bereich können Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung nach einem Gutachterverfahren bis zu 300 Stunden mit analytischer Psychotherapie behandelt werden. Bei entsprechender Indikation steht diese Form der psychoanalytischen Behandlung unabhängig von den persönlichen finanziellen Möglichkeiten allen gesetzlich Krankenversicherten offen. Darüber hinaus gibt es entsprechend der jeweiligen Indikation auch kürzere Behandlungsformen.

Im Rahmen klinisch-therapeutischer Institutionen, in denen neurotische, psychosomatische und Suchterkrankungen sowie Persönlichkeitsstörungen und psychotische Krankheiten behandelt werden, leisten Mitglieder der DPV einen weiteren wesentlichen Beitrag zur psychotherapeutischen Versorgung der Bevölkerung.

In den Universitäten beteiligen wir uns an vielen Orten an Lehre und Forschung und arbeiten an der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Psychoanalyse und an deren Integration in den Diskurs mit anderen Wissenschaftsdisziplinen. In den letzten Jahren verstärkte die DPV ihr Engagement in der Psychotherapieforschung, so dass heute umfangreiche empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit der psychoanalytischen Psychotherapie vorliegen. Ferner beteiligen wir uns an der interdisziplinären Forschung mit den Neurowissenschaften.

Die DPV führt jährlich zwei wissenschaftliche Kongresse durch, die auf lebhaftes Interesse von durchschnittlich jeweils 500 Mitgliedern und Gästen treffen. Sie engagiert sich in der Öffentlichkeit und in der Gesundheitsszene bei Fragestellungen der  Kultur- und Sozialtheorie, Philosophie, Kunst, Literatur, zu Film und Geschichte. Wir vertreten den kulturkritischen Ansatz der Psychoanalyse und fördern damit das Verständnis der unbewußten Antriebskräfte gesellschaftlicher Phänomene und Entwicklungen.
Gemeinsam mit anderen Psychoanalytischen Fachgesellschaften ist die DPV im Berufsverband aller psychoanalytischen Gesellschaften in Deutschland, der DGPT(Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie) organisiert