Literaturrecherche im Internet

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Suche bei der American Psychoanalytic Association

1. Datenbanken (eine Auswahl)

1. PubMed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi
(kostenfrei im Netz)

Pubmed – ein Service der National Library of Medicine, umfasst über 15 Millionen Artikel im Bereich der Biomedizin ab 1950. Die Artikel stammen zum größten Teil aus der bekannten medizinischen Literaturdatenbank MEDLINE und anderen wissenschaftlichen life science Zeitschriften. Teilweise wird nur der abstract, zunehmend aber auch links zu den Volltextzugriffen bereitgestellt. Die Suche wird wahlweise nach Autoren, Stichwörtern, Journaltiteln usw. ausgeführt.

 

2. Psychindex: www.zpid.de
(kostenfrei im Netz)

Nachweise und abstracts psychologischer Publikationen und audiovisuelle Medien von Autoren aus deutschsprachigen Ländern. Sinnvoll, wenn nur nach deutschen Autoren gesucht wird.

 

3. Psychinfo: www.apa.org/psycinfo/
(kostenpflichtig / silverplatter)

Psychinfo enthält Nachweise und abstracts internationaler psychologischer Publikationen, bereitgestellt von der APA. Die Datenbank umfasst ca. 2 Millionen Referenzen psychologischer Literatur seit 1800 - Zeitschriften, Bücher, einzelne Kapitel, Technische Berichte und Dissertationen. Die Suche kann hinsichtlich der Art der Literatur eingeschränkt werden (z.B. nur „peer reviewed article“). Ebenfalls besteht teilweise nur Zugriff auf abstracts, aber zunehmend auch auf Volltexte.

 

4. SCOPUS : www.scopus.com
(kostenfrei im Netz, zumindest bis 12/05)

Scopus verwertet abstracts, Quellenverweise und Stichwortverzeichnisse im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin aus ca. 14.000 Zeitschriften und Büchern ab 1966. Scopus wird täglich aktualisiert, bietet eine nahtlose Verlinkung zu Volltext-Artikeln. Auch rein elektronisch erscheinende Zeitschriften sind enthalten. Scopus behauptet von sich selbst, die weltgrößte Literaturdatenbank zu sein.

 

5. ERIC: www.eric.ed.gov
(kostenfrei im Netz)

Nachweise und Abstracts internationaler pädagogischer Literatur. Die Datenbank wird bereitgestellt vom U.S. Dept. of Education, Educational Resources Information Center.

 

6. Jourlit/Bookrev Databases: www.apsa.org/lit/
(kostenfrei im Netz)

Nachweise und Abstracts internationaler psychoanalytischer Literatur, keine Verlinkung zu den Volltexten. Die Datenbank wird bereitgestellt von der American Psychoanalytic Association.

 

7. Social Sciences Citation Index (SSCI) : www.isinet.com/products/citation/ssci/index.html
(kostenfrei im Netz)

Der SSCI wertet als Zitierindex internationale Zeitschriften und Monographien zu den Sozialwissenschaften aus (Über 500.000 bibliographische Zitate ohne Abstracts von Artikeln aus ca. 1.400 Zeitschriften). Der Zitierzusammenhang weist aus, wo die gesuchte Literatur zitiert wurde und wo sie selbst zitiert hat (der vielgerühmte IMPACT-Faktor). Artikel ab 1956 stehen zur Verfügung.

2. Angabe von Suchbegriffen/keywords

Sinnvolle Stich- und Schlagwörte (keywords) werden am besten iterativ erarbeitet:

ersten Suchbegriff überlegen » in den gefundenen abstracts nach treffenderen/stärker einschränkenden Suchbegriffen, evt. Synonymen suchen => daraus entsteht eine Auswahl an Suchbegriffen Trunkieren (abkürzen) – i.d.R. mit „*“ oder „?“ (leider nicht gleich in allen Datenbanken): d.h. Begriffe werden abgekürzt und darüber steigt die Trefferzahl: z.B. „depressi*“ => Treffer werden sein: sowohl „depression“ als auch „depressive“ Logisches Verknüpfen von den Suchworten mit: UND, ODER, , NICHT – meist englisch: AND, OR, NOT, NEAR

AND: Ergebnisse enthalten beide Suchbegriffe
OR: Ergebnisse enthalten einen der beiden Suchbegriffe.
AND NOT: Ergebnisse enthalten alle den ersten Suchbegriff – aber nicht den Zweiten.
NEAR: Ergebnisse enthalten beide Suchbegriffe in einem Satz

  • Klammern z.B. “(depressi* or anxiet*) and transference” => es kommen Treffer zu beiden Verbindungen – „depressi* and transference“ und auch „anxiet* and transference“ – Artikel, die sowohl über Angst als auch Depression im Zusammenhang mit Übertragung berichten, erscheinen nur einmal (Vermeidung von Doppeltreffern).
  • Einen Ausschluss von bestimmten Begriffen wird mit NOT erreicht: z.B. „depressi* and transference not child*“ (um einen Ausschluss von Artikeln über Kinder zu erhalten, weil das Interesse für die Thematik am Erwachsenen liegt)
  • Manchmal ist es im Sinne der Eingrenzung von Ergebnissen auch hilfreich, nach zwei Begriffen zu suchen, die im selben Satz mehrfach vorkommen sollten, nicht nur im selben Text: dann mit NEAR suchen: z.B. motivation near training => Treffer sind Artikel, wo beide Wörter in einem Satz zusammen erscheinen

3. Eingrenzung der Suche

Auswahl eines bestimmten Zeitraumes (oft am Beginn einer Suche sinnvoll – nur die letzten Jahre einzugrenzen und sich in weiteren Suchen zeitlich erweitern) Auswahl des Mediums => z.B. nur Dissertationen, nur Bücher, nur Artikel („peer reviewed“) Auswahl der Sprache (cave: manchmal ist der abstract in englischer Sprache in der Datenbank und der Text ist in schwedisch, lettisch, finnisch... )

4. Beschaffung der gefundenen Artikel

  • 1. Möglichkeit ... innerhalb der Literaturdatenbanken besteht ein link oder ein button und der Artikel ist als Volltext (i.d.R. pdf-datei) runterzuladen
  • 2. Möglichkeit EZB / http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit/ezb.phtml Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek ist ein kooperativer Service von 189 Bibliotheken mit dem Ziel, ihren Nutzern einen einfachen und komfortablen Zugang zu elektronisch erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschriften zu bieten. Aufgenommen werden alle Zeitschriften, die Artikel im Volltext anbieten. Zugang teilweise kostenpflichtig.
  • 3. Möglichkeit SUBITO / http://www.subito-doc.de/ SUBITO ist das Ergebnis einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Ländern durchgeführten Initiative zur Beschleunigung der Literaturversorgung. Der Dokumentlieferdienst ermöglicht die Online-Recherche wie auch die Bestellung und direkte Lieferung von Fachliteratur an den Benutzerarbeitsplatz oder auch nach Hause (elektronisch oder konventionell gedruckt). Die Bereitstellung erfolgt schnellstmöglich (im Normalfall innerhalb von ca. 3 Tagen, oft schneller). Die Zusendung ist kostenpflichtig – aber häufig die schnellste und einfachste Variante. Eine Bestellung über SUBITO kostet mindestens 4,- EUR. Die Bemessung der Entgelte richtet sich nach den Gesichtspunkten: a) Nutzergruppe (Hochschule, Selbstständige, Privatpersonen), Art des Lieferdienstes: Normal (3 Werktage) oder Eildienst (1 Werktag), Lieferumfang: bei mehr als 20 Seiten entstehen weitere Kosten pro Seite, Lieferform: E-Mail, Post, Fax
  • 4. Möglichkeit JASON http://www.ub.uni-bielefeld.de/library/databases/dbf/jason.htm JASON (Journal Articles Sent On demand) bietet Nachweise von ca. 1 Mio. Zeitschriften von über 4.000 Bibliotheken Deutschlands. Es erfolgt eine elektronische Sofortbestellung von Zeitschriftenaufsätzen innerhalb und außerhalb der Hochschulen. Die Lieferung erfolgt schnell an den gewünschten Arbeitsplatz: wahlweise elektronisch oder konventionell - auch nach Hause (im Normalfall innerhalb von 3 bis 7 Tagen). Für die Bestellung über JASON ist ein Benutzerausweis der Universitätsbibliothek Bielefeld erforderlich, der müsste sich zusätzlich beschafft werden (bei Vorliegen von „besonderem Interesse“ möglich). Die Kosten orientieren sich an den Fernleihgebühren (1,50 EUR pro Bestellung). Abgerechnet wird über Ihr Ausleihkonto. Die Gebühren zahlen Sie bitte in der Zentralen Leihstelle .

5. Allgemeines über die Suche über Suchmaschinen und Angebote im "public" Internet (also nicht ausschließlich wissenschaftlich)

i.d.R. zu umfangreiche und unspezifische Ergebnisse, um wirklich damit arbeiten zu können

  • neu eingerichtet wird derzeit http://www.print.google.com => hier werden 15 Mio US-amerikanische Bücher digitalisiert und zugreifbar gemacht
  • die wissenschaftliche Seite von google: nur in englisch: http://scholar.google.com / Google Scholar sucht spezifisch innerhalb wissenschaftlicher Literatur, auch peer review journals, Bücher und Dissertationen aller möglicher Fachrichtungen. Alle elektronischen Veröffentlichungen sind damit enthalten, trotzdem ist die Trefferquote sehr groß – zu groß und zu oft irrelevant. die von amazon nur auf der US-Seite angebotene Suchfunktion SITB „Search inside the book“ ist häufig hilfreich, wenn in ein noch nicht erworbenes Buch hineingeschaut werden soll (für englische Bücher also sehr empfohlen!)
  • Ist ein Buch neu mal nicht mehr verfügbar – lohnt es sich über antiquarische Anbieter zu suchen: www.zvab.de / www.booklooker.de / www.antbo.de / www.abebooks.com Nützlich ist die Seite www.findmybook.de - es können sowohl neue als auch antiquarische Titel gefunden werden Es sei trotzdem an der Stelle empfohlen, Bücher über die Buchhändler des Vertrauens zu erwerben (damit es die auch noch weiterhin gibt, die Bestellung erfolgt dann genau so schnell und noch freundlich)

Autoren

Dipl.-Psych. Yvette Barthel
Universität Leipzig
Selbständige Abteilung Sozialmedizin
Psychosoziale Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige

Riemannstr. 32
04107 Leipzig

tel.: (0341) 97 15 441
fax: (0341) 97 15 419
email: yvette.barthel(at)medizin.uni-leipzig.de
www: www.uni-leipzig.de/~sasm