Ausbildungskosten in DPV Instituten

Die Ausbildungsinstitute der DPV sind eingetragene, als gemeinnü̈tzig anerkannte Vereine, die kein kommerzielles Interesse verfolgen. Die Kosten für die verschiedenen Ausbildungsgänge setzen sich im Wesentlichen aus den Kosten für die Lehranalyse, die Supervision und den Semestergebü̈hren zusammen.

Entscheidend für die Beurteilung der finanziellen Aufwendungen für die verschiedenen Ausbildungsangebote sind aber insbesondere auch die Einnahmen, welche die Ausbildungsteilnehmer durch die Honorare für die von ihnen selbst durchgeführten Ausbildungsbehandlungen erhalten. Von diesen Honoraren behalten viele Ausbildungsinstitute außerhalb der DPV 50% und mehr ein, während die DPV-Institute ca. 90% dieser Honorare an die Teilnehmer auszahlen.

Mit Beginn der praktischen Ausbildung nach ca. zwei Jahren übernehmen die Teilnehmer eigene Ausbildungsfälle, die sie über die Institutsambulanzen mit ca. € 60,- pro Std. vergü̈tet bekommen.

Die oft beklagte Höhe der Kosten gilt also nur für den Beginn der Ausbildung, in der die Selbsterfahrung selbst finanziert und die Semestergebühren aufgebracht werden müssen, aber noch keine Einnahmen aus den Ausbildungsfällen zu Buche schlagen. Zweifellos kann ein finanzieller Engpass am Anfang der Ausbildung auch das psychiatrische Jahr sein, das in allen Ausbildungen nach dem PsychThG (also auch in den Ausbildungen in anderen Verfahren) absolviert werden muss. Diese so genannte Praktische Tätigkeit über insgesamt 1800 Stunden in Kliniken und psychosomatischen Einrichtungen wird bisher nur unzureichend bezahlt.

Mit Beginn der praktischen Ausbildung (d.h. der Durchführung von Ausbildungsfällen unter Supervision) jedoch kann man davon ausgehen, dass die Einnahmen die Kosten deutlich übersteigen, denn bei den hohen Stundenzahlen an Ausbildungsfällen, die das PsychThG vorschreibt, sind je nach Ausbildungsgang Einnahmen von bis zu € 70.000,- bis 80.000,- realistisch. Auch eine Verlängerung der Ausbildung verschlechtert diese positive finanzielle Bilanz keineswegs, denn die Einnahmen aus den Behandlungsfällen bleiben ja bestehen.

Folgende Übersicht veranschaulicht das Verhältnis von Kosten und Einnahmen bei der berufsbegleitenden DPV Ausbildung und einer Mindestausbildungsdauer von fünf Jahren:

Kosten / Einnahmen Verhältnis bei der Ausbildung zum Psychoanlytiker an DPV Instituten

Den geschätzten Kosten von ca. € 60.000,- für die psychoanalytische Ausbildung stehen im Verlauf von fünf Jahren also Einnahmen von etwa € 75.000,- gegenüber. Auch wenn die tatsächliche Ausbildungsdauer länger sein sollte, bleibt trotz höherer Kosten eine positive Bilanz infolge weiterlaufender Einnahmen durch die Fortsetzung von eigenen Behandlungsfällen bestehen.

Die Ausbildung zum Psychoanalytiker nach den Standards der DPV ermöglicht, da sie berufsbegleitend durchgeführt wird, eine Flexibilisierung der Zeitdauer je nach den persönlichen Möglichkeiten bei weiter laufenden Einnahmen aus den Behandlungsfällen. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Einnahmen bis auf eine finanziell belastende Anfangszeit die Kosten mehr als decken, so dass ein gewisser Anteil des persönlichen Lebensunterhaltes aus diesem Überschuss bestritten werden kann.

Ausbildungskandidaten der DPV-Institute haben die Möglichkeit, für ihre Ausbildung ein zinsgünstiges Darlehen über die DPV-Stiftung zu beantragen. Auch besteht die Möglichkeit, eine Ausbildungs-förderung über die IPA zu bekommen. Informationen hierzu sind im Sekretariat des zentralen Ausbildungsausschusses, Telefon 030-26 10 19 87, Email: zaa@dpv-psa.de zu erhalten.

 


 

« Zurück zur Übersicht | Weiter zu Kapitel "Warum lohnt sich die psychoanalytische Ausbildung bei der DPV »