Die DPV stellt als Ausbildungsgesellschaft sehr hohe, wenn nicht gar die höchsten Anforderungen an die Ausbildung zum analytischen Psychotherapeuten in Deutschland. So wird insbesondere eine vierstündige eigene Lehranalyse gefordert, zwei vierstündige Behandlungen von mindestens 300 Stunden sind durchzuführen, das Abschlusskolloquium ist auf einem der bundesweiten Kongresse vor einem großen Gremium zu absolvieren. Also warum eigentlich DPV? Liegen die staatlichen Hürden an die analytische Ausbildung nicht schon hoch genug? Drängt es sich nicht auf, ein Ausbildungsinstitut zu wählen, an dem die Anforderungen niedriger gehalten werden? Ja, aber …

die DPV ist eine grosse Gesellschaft,

die zurzeit in vierzehn Instituten in verschiedenen Bundesländern analytische Psychotherapeuten ausbildet. Das hat inhaltliche und lebenspraktische Vorteile. Zweimal pro Jahr finden auf den Kongressen u. a. institutsübergreifend Supervisionen statt, in denen Kandidaten eigene Behandlungen vorstellen können. So ermöglicht die DPV einen Zugang zu der Erfahrung unterschiedlicher analytischer Schulen und vieler analytischer Persönlichkeiten mit verschiedenen Schwerpunkten. Ein praktischer Vorteil besteht darin, dass die Ausbildung an einem anderen Institut fortgesetzt werden kann, wenn aus irgendeinem Grund in der über Jahre dauernden Ausbildung ein Wechsel des Wohnortes stattfindet.

die DPV ist Mitglied der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung,

was den Zugang zu dem Beruf inklusive der Anerkennung in einem anderen Land einfacher macht, falls die eigenen Lebenswege aus Deutschland wegführen. Es besteht ein intensiver und regelmäßiger Austausch mit Gesellschaften anderer Länder: auf internationalen IPVKongressen und auf den Kongressen der internationalen Kandidatenorganisation (IPSO), der sehr bereichernd ist. Internationale Supervisionen sind dabei besonders hervorzuheben. Die so entstehenden zwischenmenschlichen Kontakte führen den Blick über den deutschen Tellerrand hinaus – nach London, Paris, Warschau, New York, Mexiko City oder wo auch immer die eigenen Präferenzen liegen.

die DPV-Institute verfügen in der Regel über grosse und gut funktionierende Ambulanzen

Hier melden sich Patienten, die einen Therapieplatz suchen. So entstehen für die Kandidaten über die Ambulanzen notwendige Kontakte zu potentiellen Patienten, die organisatorische Abwicklung der Patientenbehandlung wird unterstützt, bei Formalitäten wird beraten. Nicht zu vernachlässigen ist die gute und professionelle Organisation der Antrags- und Abrechnungsprozedur.

die DPV nimmt ihre Ausbildungsteilnehmer nach dem Abschluss als Mitglieder auf:

Dies schafft eine geistige Heimat für die Zeit nach der Ausbildung. Dazu gehören der inhaltliche Austausch über die klinische Arbeit, die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen – sowohl in den Instituten als auch bundesweit und international – aber auch die zwischenmenschlichen Kontakte mit Kollegen – ein wichtiger Ausgleich bei der einsamen Arbeit mit Patienten.

Man könnte natürlich fragen, ob diese Vorteile die hohen Anforderungen der DPV ausgleichen. Vielleicht nicht. Aber kann aus den hohen Anforderungen per se kein Kapital geschlagen werden? Es hilft zu wissen, dass die eigene Lehranalyse sorgfältig und tiefgehend verläuft, wenn man bei der Arbeit mit Patienten an Grenzen stößt. Es beruhigt sehr, wenn man sich dann sagen kann: „Die Ausbildung wird nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt“ und wenn man weiß, dass es stimmt. Die Erfahrung der Vierstündigkeit in der Patientenbehandlung garantiert, dass auch diese Kompetenz erworben wird – schließlich gibt es Patienten, für die eine vierstündige Behandlung notwendig ist, was sogar die Psychotherapierichtlinien in besonderen Fällen vorsehen. Und die bundesweiten Kolloquien? Die kann man so oder anders sehen. Es ist ein schönes Erlebnis, wenn Kollegen aus anderen Instituten, von denen manche zu Freunden geworden sind, an der Prüfung teilnehmen, solidarisch mit dem Prüfling auf das Ergebnis warten, sich mit ihm gemeinsam freuen, und am Abend den Abschluss zusammen feiern.

 

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