Kontaktadressen:
Bild folgtLeiter der Weiterbildung:Dipl.-Psych. Michael EICKMANN
Ludwgstraße 77, 35392 Gießen
Telefon: 0641-7 76 61
Email: eickmann-michael(at)t-online.de
Sekretariat zAA:Antje HARZ
Email: zaa(at)dpv-psa.de

Die Weiterbildung wird an folgenden Instituten angeboten: Berlin, Bremen, Frankfurt, Freibug, Gießen, Hamburg, Heidelberg/Karlsruhe, Kassel, Köln-Düsseldorf, Leipzig, Mainz, Stuttgart/Tübingen und Ulm.

Die Weiterbildung Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie (psa-SuK) richtet sich an Akademiker solcher Berufsgruppen, die die psychoanalytische Methode in ihrem Arbeitsfeld anwenden können, zum Beispiel Philosophen, Pädagogen, Lehrer, Theologen, Juristen, Kunst-, Kultur-, Sozial-, Politik-, Wirtschafs- sowie Naturwissenschaftler, aber auch an Psychologen, Ärzte und andere. Voraussetzung für diese Weiterbildung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Berufstätigkeit und ausreichende Berufserfahrung. Diese Weiterbildung schließt an die kulturtheoretischen Schriften Freuds an. Sie ersetzt nicht die in der DPV mögliche laienanalytische Ausbildung, sondern stellt ein neues Angebot dar.

Die Psychoanalyse braucht den Austausch mit anderen Wissenschaften, der mit diesem Curriculum gefördert wird. Sie ist bereits in einigen sozial-kulturellen Fächern fester Bestandteil der Denktraditionen. Ein umfassendes Weiterbildungsangebot der DPV, das die klassischen Anteile psychoanalytischen Arbeitens nämlich psychoanalytische Selbsterfahrung, Theorieentwicklung sowie psychoanalytische Anwendungen unter Supervision und Praxisseminare enthält, soll die fachspezifische Arbeit in den jeweiligen Arbeitsfeldern ergänzen und bereichern.

Die Weiterbildung, unterrichtet von erfahrenen Psychoanalytikern der DPV, soll die Fähigkeit vermitteln, unbewusste Phänomene, insbesondere die Bedeutung von Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen in wissenschaftlichen und beratungsorientierten Arbeitsfeldern zu erkennen. Mit einem auf diese Weise erweiterten psychoanalytischen Blick in die akademischen Arbeitsfelder wird eine neue Dimension des Umgangs mit sonst unbeleuchtet bleibenden Interaktionsprozessen möglich. Für Absolventen der Weiterbildung verändert sich dadurch die Qualität des Verstehens im eigenen Arbeitsfeld.

1. Allgemeine Weiterbildungsbestimmungen

1.1 Die Weiterbildung umfasst eine persönliche Psychoanalyse, theoretische Lehrveranstaltungen, die Anwendung psychoanalytischer Kenntnisse in den Arbeitsfeldern der Weiterbildungsteilnehmer unter Supervision und ein Anwendungsseminar.

1.2 Der Weiterbildungsausschuss Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie wird von einem vom Vorstand der DPV bestimmten Lehranalytiker geleitet. Ihm gehören außerdem je ein Ver¬treter der an der Weiterbildung teilnehmenden DPV-Institute an. Teilnehmende Institute sind solche, die Veranstaltungen für die Weiterbildung Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie anbieten.

1.3 Zulassung zur Weiterbildung

Die Zulassung zur Weiterbildung erfolgt durch zwei Eignungsgespräche bei zwei von den teilnehmenden Instituten dazu autorisierten Mitgliedern. Auf der Grundlage dieser Gespräche entscheidet der Weiterbildungsausschuss Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie über die Zulassung zur Weiterbildung.

2. Das Weiterbildungsverhältnis

2.1 Verantwortlich für die Durchführung der Weiterbildung ist der Weiterbildungsausschuss Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie. Er entscheidet über die Anerkennung von Lehrveranstaltungen als Bausteine dieser Weiterbildung und über alle anderen Weiterbildungsfragen in Kooperation mit den teilnehmenden Instituten.

2.2 Die Weiterbildung endet mit einer schriftlichen Arbeit, die in einem Abschlusskolloquium zu vertreten ist.

3. Verlauf der Weiterbildung

3.1 Die persönliche Psychoanalyse ist bei einem Psychoanalytiker der DPV durchzuführen. Sie kann auch als Gruppenanalyse durchgeführt werden, wenn sich der Anwendungsbereich, in dem der Kandidat arbeitet, auf Gruppen bezieht. Der Gruppenanalytiker soll DPV-Mitglied und Gruppenlehranalytiker der DAGG sein.
Die Kandidaten wählen aus dem Kreis der DPV-Psychoanalytiker den Analytiker ihrer Wahl aus. Die persönlichen Analytiker sollen nicht an der sonstigen Weiterbildung ihrer Analysanden teilnehmen.
Psychoanalytische Selbsterfahrung, die vor der Aufnahme dieser Weiterbildung erlangt wurde, kann anerkannt werden.

3.2 Als theoretische Weiterbildung ist der Besuch von Seminaren zu folgenden Themenbereichen nachzuweisen:
3.2.1 Wichtige kulturtheoretische und klinische Arbeiten der Psychoanalyse
3.2.2 Psychoanalytische Denktraditionen (z.B. Strukturlehre, Objektbeziehungspsychologie, Ich-Psychologie)
3.2.3 Entwicklungspsychologie, lebenslange Entwicklung

Außerdem müssen Seminare zum persönlichen Schwerpunkt der Weiterbildungsteilnehmer besucht werden, wie z.B.:

Die Weiterbildungsteilnehmer können unter solchen Seminaren wählen, die von den einzelnen Instituten der DPV als Lehrveranstaltungen für die Weiterbildung Psycho-analytische Sozial- und Kulturtheorie ausgewiesen worden sind.
Der Weiterbildungsausschuss Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie stellt in jedem Semester einen Katalog dieser Veranstaltungen zusammen. Die Veranstaltungen zu 3.2.1 bis 3.2.3 sollten kontinuierlich über mindestens ein Semester stattfinden. Blockveranstaltungen müssen einen entsprechenden Umfang haben. Der Besuch weiterer Veranstaltungen, zum Beispiel im Rahmen der psychoanalytischen Sommeruniversität, kann auf Antrag für diese Weiterbildung anerkannt werden.
Der Besuch der einzelnen Seminare ist von den Seminarleitern zu bescheinigen.

3.3 Die gesamte Zeit der Weiterbildung wird von einem Anwendungsseminar begleitet, in dem die Weiterbildungsteilnehmer ihre Arbeitsfelder und die Anwendung psycho-analytischer Kenntnisse in diesen Arbeitsfeldern vorstellen. Diese Seminare werden in Blockform an Wochenenden viermal im Jahr durchgeführt.
3.4 Die Anwendung psychoanalytischer Kenntnisse in den Arbeitsfeldern wird zudem von einer kontinuierlichen Supervision bei einem DPV-Analytiker begleitet.

4. Abschluss der Weiterbildung

Der Weiterbildungsausschuss prüft auf Antrag des Weiterbildungsteilnehmers, ob die Anforderungen nach Absatz 3.1 bis 3.4 erfüllt sind und lässt den Weiterbildungsteilnehmer zur Abschlussarbeit zu. Zum Abschluss der Weiterbildung ist eine schriftliche Arbeit anzufertigen, in der die Kandidaten zeigen, dass sie die psychoanalytische Methode auf ihr berufliches Arbeitsfeld anwenden können. Sie sollen an einem ausgewählten Beispiel darstellen, wie unbewusste Prozesse wirksam sind und wie deren Berücksichtigung Einfluss auf das jeweilige Arbeitsergebnis nimmt. Die schriftliche Arbeit ist in einem Abschlusskolloquium vor dem Weiterbildungsausschuss Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie zu vertreten.

5. Status in örtlichen DPV-Instituten und der DPV

Nach Abschluss der Weiterbildung können die Absolventen ständige Gäste der DPV werden. Die örtlichen DPV-Institute entscheiden über einen Mitgliedsstatus der Absolventen in ihrem Institut.

6. Gebühren

Für die Weiterbildungsteilnehmer entstehen folgende Kosten:

(Stand: November 2008)