Sigmund Freud

Der Mensch ist sozusagen eine Art Prothesengott geworden, recht großartig, wenn er alle seine Hilfsorgane anlegt, aber sie sind nicht mit ihm verwachsen und machen ihm gelegentlich noch viel zu schaffen.

Freud, 1930a, Das Unbehagen in der Kultur, GW 14, S. 451

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Psychoanalysis and the External World: A contribution to understanding the use of racist mechanisms

Psychoanalytic theory focuses on development within the family, and its models usually shed light on the struggles we encounter more generally in the outside world. However, beginning with Frantz Fanon’s observations, it has become clear that our theories do not account adequately for the experience of disempowered out-groups, such as immigrants, against whom racist mechanisms are readily deployed.

In this presentation I shall describe the model of internal racism, which is a clinically based account of the othering mechanisms employed in relation to the out-group. These mechanisms are structurally different to the othering processes involved in the self-other relationship and in the Oedipal configuration. I argue that our relationship with the out-group is embedded in a paranoid, us-them, defensive structure that produces fantasies about the out-group that are passed off as fact. This, in turn, justifies how they are to be treated. These constructions can then be imposed on the out-group member with the full force of projective identification. This can be difficult to bear, which I will illustrate with contemporary examples.

I suggest the internal racist structure as a universal feature of the mind, and will consider how this conceptualisation may help us to understand why it is so difficult to engage constructively and effectively with the intolerance displayed towards immigrants and minority group members, when we too can become easily drawn in and end up in a polarised us-them mindset.

Schweigen zwischen Schuld und Trauma

Der Vortrag handelt von dem Schweigen, das einer Tat oder einem Trauma folgt, von seinen Gründen und den Auswirkungen auf die Nachkommen der ursprünglich Betroffenen. Anhand der analytischen Behandlung des Enkels eines vermeintlichen Täters aus dem zweiten Weltkrieg und der analytischen Behandlung der erwachsenen Tochter eines Kriegsflüchtlings zeigt die Vortragende ihren analytischen Weg von den Symptomen und der Übertragung-Gegenübertragungsdynamik hin zu den hintergründigen Entwicklungsstörungen, die das Schweigen als Ausdruck einer vermiedenen Auseinandersetzung mit Schuldgefühlen zur Folge hat.

Bleibende Veränderungen versus sich auflösende Stabilität

Ausgehend von der Beobachtung zunehmend autoritärer Tendenzen in vielen Ländern Europas, widmet sich dieses Paper der Suche nach Ursachen, ihrer Analyse und dem möglichen Beitrag der Psychoanalyse bei der Erarbeitung von Lösungen. Die sich auflösende gesellschaftliche Stabilität führt insbesondere in den westeuropäischen Staaten zu Ängsten und Unsicherheit. Anhand eines Fallbeispiels wird gezeigt, wie sich Ängste auf das Individuum auswirken und wie ihnen in der psychoanalytischen Arbeit begegnet werden kann.

Für die ehemals kommunistischen Staaten Europas wiederum präsentiert das Paper die Ergebnisse einer empirischen Studie, die einen möglichen Einfluss totalitärer Regime auf die Persönlichkeitsstruktur untersucht. Anhand des Fallbeispiels und der empirischen Studie wird der Frage nach der Übertragbarkeit der Erkenntnisse vom Individuum auf gesellschaftliche Phänomene nachgegangen. Abschließend wird die Rolle der Psychoanalyse im öffentlichen Diskurs zu autoritären Entwicklungen thematisiert.

Aktuelles

Die DPV lädt im Rahmen ihrer Herbsttagung 2018 mit dem Thema "Es bleibt anders – Psychoanalyse im gesellschaftlichen Spannungsfeld" ein zu einer

Öffentlichen Lesung

Dr. Verena Boos / Rottweil
Lesung aus Ihrem Buch: „Blutorangen”

Moderation: Adelheid Höche, Gießen

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Auf dem Campus der Analyse

Wechsel an der International Psychoanalytic University (IPU) in Berlin: Präsident Martin Teising nimmt Abschied und blickt zurück.

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Veranstaltungen