DPV-FRÜHJAHRSTAGUNG 2019

vom 01. - 04. Mai 2019 in Bremen

Maritim Hotel – Hotel und Congress Centrum Bremen

Am Mittwoch, den 30.03. sind wie gewohnt die Gremiensitzungen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

Da Freuds Essay "Das Unheimliche“ in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, möchten wir unsere Frühjahrstagung diesem vielschichtigen Konzept widmen. Unter dem Titel „Das Unheimliche in der Gegenwart - Die Gegenwart des Unheimlichen“ werden wir auf dieser Tagung der Bedeutung des Unheimlichen unter klinischen, kulturellen, ästhetischen und sozialen Gesichtspunkten nachgehen. Lange Zeit wurde - mit Ausnahme von Lacan - nicht viel über das Unheimliche gesprochen. Freuds Aufsatz schien in eine Nischenexistenz verbannt. Dies änderte sich erst in den 1980er und 1990er Jahren, nicht nur in den Kunst- und Kulturwissenschaften, sondern auch in neueren psychoanalytischen Konzepten.

Wir leben in einem „Haus, in dem es spukt“, schrieb Freud 1919 über das Unheimliche. Auf den ersten Blick scheinen unheimliche Phänomene vielleicht nebensächlich. Wenn wir uns aber näher auf sie einzulassen versuchen, entdecken wir wichtige klinische Phänomene: Die Ambivalenz zwischen sich lebendig und sich unlebendig zu fühlen, zwischen Präsenz und Abwesenheit, zwischen Ich und Nicht-Ich. Es kann um ein unheimliches Begehren oder um unheimliche Triebziele gehen. Oft sind es Erscheinungen, die nur schwer gedacht, gefühlt und in Worte gefasst werden können. Unheimliche Augenblicke sind oftmals restrukturierende Erfahrungen und eine Analyse lebt gerade von diesen Momenten, in denen das zunächst Undenkbare Platz findet. Aber sind alle diese restrukturierenden Momente unheimlich? Was unterscheidet angstvolle von den unheimlichen Momenten? Welche Rolle spielt die von Psychoanalytikern so oft vergessene Ästhetik? Allein die räumliche Anordnung unserer Praxen, mit der Couch und dem Sessel im Hintergrund, wirkt bereits als ästhetische Erfahrung, die vom Patienten mit dem Unheimlichen in Verbindung gebracht werden kann.

Bereits angesichts dieser wenigen Fragen scheint es denkbar, dass es bei dem Konzept des Unheimlichen um mehr als um Verdrängung gehen muss. Wir stoßen psychoanalytisch auf grundsätzliche Konzepte: die Fragen nach der Struktur der Psyche und nach der Entstehung des Subjektes.

Wir möchten Sie einladen, mit uns über das Unheimliche in seinen vielfältigen klinischen, konzeptuellen, gesellschafts-politischen und ästhetischen Aspekten nachzudenken. Wir werden diese intertextuell betrachten und über unsere Gegenwart nachdenken können. Denn stehen wir politisch mit dem neuen Populismus oder gesellschaftlich mit der Revolution der neuen Medien nicht vor – oder schon längst inmitten – einer unheimlichen Gegenwart?

Die drei Hauptvorträge von Charles Mendes de Leon (Schweiz), Philipp Soldt (Bremen) und Raymond Borens (Schweiz) befassen sich mit theoretisch-konzeptionellen, klinischen und ästhetischen Aspekten des Unheimlichen. Im weiteren Programm können Sie die Vielfalt des Themas erkennen und Sie werden klinische, konzeptuelle und kulturelle Veranstaltungen zum Unheimlichen finden.

Gleichzeitig müssen wir uns auch weiterhin mit dem Einfluss berufspolitischer Fragen innerhalb unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Der Beschluss der IPA zur Veränderung des Eitingon-Modells sowie die anstehende Novellierung des Psychotherapeutengesetzes mit dem aktuellen Referentenentwurf, haben weitreichende Folgen für die Zukunft der DPV. Um die in Bad Homburg begonnene Diskussion zu diesen wichtigen Fragen mit Ihnen fortsetzen zu können, hat der Geschäftsführende Vorstand der DPV wiederum vier Sonderveranstaltungen zur „Zukunft der DPV“ auf dieser Frühjahrstagung organisiert. Zu diesen Veranstaltungen möchten wir Sie ebenfalls herzlich einladen.

Isabel Bataller Bautista

für das Programm- und Organisationskomitee

Maria Johne

Vorsitzende der DPV

Programm- und Organisationskomitee:

Isabel Bataller Bautista, Christa Hoffmann, Beate Siegfried, Karin Nitzschmann, Detlef Schäfer, Torsten Siol, Philipp Soldt, Eva John, Gabriele Treu,

Maria Johne, Valérie Bouville, Gebhard Allert, Gerd Schmithüsen, Burkhard Brosig, Andrea-Maria Rutsch, Gudrun Hess

 

 

Ort:

Jugendherberge Bremen
Kalkstraße 6
28195 Bremen

10.00 – 12.30 Uhr

Sitzung des Geschäftsführenden Vorstands

13.00 – 16.00 Uhr

Sitzung des Zentralen Ausbildungsausschusses

13.00 – 16.00 Uhr

Treffen der Institutsleiter

16.30 – 20.00 Uhr

Sitzung des Gesamtvorstands

20:15 - 21.45 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten der DPV

SONDERVERANSTALTUNG ZUR ZUKUNFT DER DPV

Fortsetzung der Diskussion in Kleingruppen

Ort:

Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen
Hollerallee 99
28215 Bremen

09.00 – 10.30 Uhr

Sitzung des Programm- und Organisationskomitees

09.00 – 10.30 Uhr

Aufnahmevorträge

10.30 – 11.00 Uhr

Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr

Aufnahmevorträge

10.00 – 14.00 Uhr

Ausschuss für Gesundheits- und Berufspolitik

Moderation: Daniel Weimer, Mannheim

12.45– 14.15 Uhr

Treffen des Vorstandes und des Kuratoriums der DPV-Stiftung

Moderation: Georg Bruns, Bremen

11.00 – 12.30 Uhr

Treffen Geschäftsführender Vorstand mit Ethikrat und Ethikkommission

Moderation: Maria Johne, Leipzig

11.00 – 14.00 Uhr

Ausschuss Öffentlichkeit und interdisziplinärer Dialog

Moderation: Svenja Boysen-Djahanbaz, Hamburg

12.30 Uhr

Treffen des Geschäftsführenden Vorstands

12.30 – 14.15 Uhr

Mittagspause

12.45 – 14.15 Uhr

Sitzung des Zentralen Ausbildungsausschusses

14.15 – 16.00 Uhr

Mitgliederversammlung

16:00 - 16.30 Uhr

Kaffeepause

16.30 – 19.00 Uhr

Fortsetzung Mitgliederversammlung

19.00 – 20.00 Uhr

Imbiss

Öffentlicher Vortrag
20.00 – 21.15 Uhr

Enter Ghost — das Phantom des Subjekts
Gedanken zum Unheimlichen

  • Lilli Gast, Berlin

Moderation: Valérie Bouville, Bonn

anschließend

Empfang

09.00 - 09.30 Uhr

Eröffnung der Tagung

  • Isabel Bataller Bautista, Bremen Vorsitzende Bremer Psychoanalytische Vereinigung
  • Maria Johne, Leipzig Stellvertretende Vorsitzende der DPV

Hauptvortrag

09.30 – 11.00 Uhr

Die Kunst der Depersonalisation und die Arbeit des Unheimlichen
Zu einem technischen Vorschlag Michel de M’Uzans

  • Charles Mendes de Leon, Zürich

Moderation: Karsten Münch, Bremen

Das Unheimliche ist ein häufiger, meist stiller Gast in der Übertragungs-Gegenübertragungs-Beziehung. Leicht wird es übersehen oder mit anderem verwechselt. Der Referent stellt eine Differenz heraus zwischen der latenten „Arbeit des Unheimlichen“ und dem Phänomen der Unheimlichkeit. Klinische Beispiele illustrieren den Gedankengang. Der französische Analytiker Michel de M’Uzan hat die Arbeit des Unheimlichen für technische Empfehlungen genutzt. Das Pro und Kontra dieses Interventionsstils werden diskutiert.

11.00 – 11.30 Uhr

Kaffeepause

Vortrag

11.30 – 13.00 Uhr

Die Wiederkehr des Urverdrängten
Das Unheimliche als Ereignis im psychoanalytischen / ästhetischen Feld

  • Philipp Soldt, Bremerhaven

Moderation: Matthias Oppermann, Hamburg

Auf Freuds kanonischen Text wird spätestens seit den neunziger Jahren, dem ›Jahrzehnt des Unheimlichen‹, allenthalben Bezug genommen. Seine zentrale These, bzw. seine Ableitung des unheimlichen Erlebens aus dem verdrängten Kastrationskomplex wird dabei freilich zumeist abgelehnt. In der Tat spricht Vieles dafür, für ein Verständnis unheimlicher Phänomene hinter das Verdrängte zurückzugehen und den Blick auf unrepräsentierte seelische Zustände bzw. Leerstellen in der symbolischen Ordnung des Subjekts zu richten. Ich greife hierfür auf Freuds oft als ›dunkel‹ bezeichnetes und weitgehend liegengelassenes Konzept des Urverdrängten zurück. Inspiriert von neueren Ansätzen zum Unheimlichen im Kontext der psychoanalytischen Ästhetik und ausgehend von klinischen und ästhetischen Erfahrungen, nähere ich mich dem Phänomen des Unheimlichen aus der Perspektive einer psychoanalytischen Feldtheorie und versuche, es als erschütterndes Ereignis im psychoanalytischen bzw. ästhetischen Feld zu beschreiben. 

13.00 – 15.00 Uhr

Mittagspause

13.15 – 14. 45 Uhr

Treffen der berufspolitisch für die DPV in der DGPT aktiven Ärzte und Psychologen
(DGPT-Landesverbände, Beirat der DGPT, Kammern, KVen)

Moderation: Daniel Weimer, Mannheim

13.15 – 14. 45 Uhr

Arbeitskreis Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse

Moderation: Axel Holicki, München

13.15 – 14. 45 Uhr

AG Neue Medien, Website, Psychoanalytische Online Community

Moderation: Oliver Krauß, Leipzig und Konrad Rühling, Bielefeld

13.15 – 14. 45 Uhr

Erweiterte Hochschul- und Forschungskommission

Moderation: Marianne Leuzinger-Bohleber, Frankfurt/M.

13.15 – 14. 45 Uhr

Osteuropa-Kommission

Moderation: Christa Hack, Mainz

13.15 – 14. 45 Uhr

AK Ethnopsychoanalyse

Moderation: Ismail Karacaoglan, Köln

13.15 – 15.45 Uhr

Treffen der Arbeitsgruppe zur Säuglingsbeobachtung

Moderation: Gerd Schmithüsen, Köln

13.15 – 14. 45 Uhr

Treffen der Ambulanzleiter/innen

Forum I

15.00 – 18.00 Uhr

Koreferate und Diskussion zu den Hauptvorträgen von Mendes de Leon und Philipp Soldt

  • Erika Kittler, Freiburg
  • Joachim F. Danckwardt, Tübingen

Moderation: Karsten Münch, Bremen

Forum II

15.00 – 18.00 Uhr

Kinderanalytisches Forum

Zur Phase der Frühadoleszenz anhand „Moonrise Kingdom“ von Wes Anderson, 2012

  • Rainer Paul, Wiesbaden

„Moonrise Kingdom“ ist einer der seltenen Filme, der die Frühphase der Adoleszenz zum Thema macht.

Moderation: Charlotte Günther, Frankfurt/M.

Das Unheimliche unseres Tagungsthemas möchte ich mit dem Beginn der Adoleszenz verknüpfen und dabei von Freuds Bemerkung ausgehen: „Das Unheimliche wäre also immer etwas, worin man sich nicht auskennt“. Es sind die Veränderungen der Pubertät, die den Einzelnen mit etwas, mit dem er sich nicht auskennt, konfrontieren. Es gehört zu den Eigenheiten unserer Verdrängungsgeschichte, dass wir sehr wohl Ereignisse der Pubertät erinnern, wohingegen deren Gefühlsqualität der Vergessenheit anheimfällt. Das gilt insbesondere für das Auftreten der ersten Veränderungen des Körpers oder der ersten Reaktionen der signifikanten Anderen auf diese Veränderungen. „Moonrise Kingdom“ ist einer der seltenen Filme, der die Frühphase der Adoleszenz. zum Thema macht, die in der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie selten beschrieben wird. Peter Blos hat sie in seiner Phasentheorie erstmals als Entwicklungsphase benannt. In Eriksons Modell der psychosozialen Entwicklung geht sie zwischen Werksinn und Minderwertigkeitsgefühl der Latenz und dem Ringen um Identität der Adoleszenz verloren. Mit der Besprechung von „Moonrise Kingdom“ möchte ich nicht nur in einen sehenswerten Film einführen, sondern auch an die weichenstellende Bedeutung der frühen Pubertät für den Verlauf der Adoleszenz überhaupt erinnern. Der Film zeigt uns zwei etwa 12-jährige Kinder, die sich aus einer engen, in ritualisierter Ordnung befangenen, zum Stillstand gekommenen Welt der Erwachsenen befreien. Auch in den früheren Filmen Wes Andersons ist die Adoleszenz in vielfältiger Weise Gegenstand: „Darjeeling Limited“ 2007, „Grand Budapest Hotel“ 2014 und „Isle of Dogs“ 2018. Ein vorhergehendes Anschauen des Filmes „Moonrise Kingdom“, aus dem einschlägige Ausschnitte gezeigt werden, ist nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die Verständlichkeit des Textes. Ergänzungen durch Fallmaterial der Teilnehmer sind sehr erwünscht.

Forum III

15.00 – 18.00 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten Psychoanalytischer Gesellschaften

Die psychoanalytische Arbeit von Stunde zu Stunde

Gefangen im Kopf – Das Claustrum als Falle und unheimlicher Ort

  • Angelika Ebrecht-Laermann, Berlin

Moderation:
Elfriede Löchel, Bremen
 Detlef W. Schäfer, Oldenburg

Forum IV

15.00 – 18.00 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten Psychoanalytischer Gesellschaften

Ständiges Forum zu Fragen der Ethik

Fehlerkultur jenseits von Verschweigen und Gerücht

Anwendung der psychoanalytischen Methode und ethische Grundsätze: ein Spannungsfeld in der Praxis unterhalb von Verfahren wegen Grenzüberschreitungen.

  • Michael Gingelmaier, Bruchsal

„Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen“: In welchem Rahmen kann über Verfehlungen gesprochen werden?

  • Isolde Böhme, Köln

Moderation:
Sabine Lorenz, Köln
Torsten Siol, Bremen

Was können wir aus den Beschwerden lernen, die an die Ethikkommission gerichtet werden? Wir betrachten exemplarisch Beschwerden, die nicht zu einem Verfahren wegen Grenzverletzungen geführt haben und dennoch Fragen aufwerfen nach dem Umgang mit dem Abstinenzgebot oder beispielsweise der Freiwilligkeit im Definieren von Behandlungsregelungen (Kurzreferat Herr Gingelmaier). Weiterhin fragen wir uns, was wir aus Verfahren lernen können, die zu einem Ausschluss eines beschuldigten Mitglieds führen. Wir fragen, wie wir über Verfehlungen sprechen und 6 daraus lernen können jenseits der konkreten, namentlichen Verfahren wegen Grenzüberschreitungen (Frau Böhme).

Wir erwarten eine anregende Diskussion, in der wir unsere klaren ethischen Standards zur analytischen Haltung im Nachdenken über unsere Alltagsherausforderungen befördern.

Forum V

15.00 – 18.00 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten der DPV

SONDERVERANSTALTUNG ZUR ZUKUNFT DER DPV

Worüber sprechen wir… …wenn wir vom Kern der psychoanalytischen Ausbildung sprechen?

  • Heribert Blaß, Düsseldorf

…wenn wir über "Identität" sprechen?

  • Gertraud Schlesinger-Kipp, Kassel

Moderation:
Gebhard Allert, Ulm
Thomas Beier, Jena 

Forum VI

15.00 – 18.00 Uhr
Teilnahme nur für Mitglieder u. Kandidaten psychoanalytischer Gesellschaften

Junge Mitglieder halten Vorträge zum Tagungsthema

Wenn beim Blick in den Spiegel der Vater zurückschaut - Annäherungen an das Unheimliche

  • Tina Schneider, Bremen

„Body for two“ – Mind for three“ Die Bedeutung des un-heimlichen Dritten

  • Patricia Finke-Lange, Heidelberg

Moderation: Maria Johne, Leipzig

Es wird um Annäherungen an das Unheimliche aus verschiedenen Perspektiven gehen: Klinisches Material und theoretische Überlegungen sollen zueinander in Beziehung gesetzt werden. Ausgehend vom Erleben des Unheimlichen in der Gegenübertragung werden Freuds Thesen über das Unheimliche diskutiert. Die Falldarstellung von Herrn B. führt dabei als roter Faden durch den Vortrag.

AG 1

15.00 – 18.00 Uhr

Öffentliche Veranstaltung

Atmosphäre des Unheimlichen

Musikinterpretation

Ein Gesprächskonzert mit Werken von M. Ravel (Gaspard de la nuit) H. Holliger (Elis), P. Hindemith (Suite 1922, Op.26, J. Cage (4‘33‘‘)

  • Johannes Döser, Essen-Werden
  • Till Engel, Essen-Werden am Klavier

Moderation: Christoph E. Walker, Ammerbuch

Freuds Doppelfigur des Unheimlichen – das Unheimliche als psychisches Phänomen im wirklichen Leben und das Unheimliche als Wirkung ästhetischer Vorgänge – zeigt sich eindrücklich in den kulturellen Phantasmagorien und atmosphärischen Veränderungen vom 19. zum 20. Jahrhundert. Im Gesprächskonzert mit dem Pianisten Till Engel und dem Psychoanalytiker Johannes Döser wird anhand zentraler Klavier-Werke von Ravel, Hindemith, Holliger und Cage die Präsenz des Unheimlichen in der Moderne und ihr unbewusster Bezug zu den Kultur-Brüchen unserer Zeit hörbar, spürbar, erfahrbar.

AG 2

15.00 – 17.00 Uhr

Unheimliche Triebziele

Unheimliche Triebe - Ein Fallbeispiel zu Judith Le Soldats triebtheoretischer Konzeption der passiv-aggressiven Wünsche

  • Monika Gsell, Zürich

Unheimliche Liebe - Aus der Analyse eines pädophilen Mannes

  • Andreas Weber-Meewes, Hamburg

Moderation: Sabine Cassel-Bähr, Hamburg

Freud konzipierte das Es als Kessel brodelnder Energien, aus dem immer neue Triebwünsche hervorgingen, die das Ich auf Umsetzung bedrängten. Die Qualität dieser Triebwünsche beschäftigte Freud mehr als die tatsächlichen und mitunter auch mehr als die phantasierten Beziehungen zu den Menschen, die das frühe Erleben der Heranwachsenden prägen. Selbst Mutter und Vater spielten für ihn v.a. als triebbefriedigende oder -versagende Menschen eine Rolle. Seit Freud ist demgegenüber v.a. die Bedeutung der inneren und äußeren Objekte stark in den Vordergrund des psychoanalytischen Mainstreams getreten. Womöglich ist damit nicht nur eine Forschungslücke gefüllt worden, das Unheimliche am Triebleben hat vermutlich auch dazu beigetragen, dass wir die Bedeutung der Triebziele für die Neurose und vielleicht sogar auch für die Perversion ein wenig aus den Augen verloren haben. In diesem Forum wollen wir den Versuch machen, der Bedeutung problematischer, oft unheimlicher Triebziele für die Genese und Behandlung schwerwiegender Störungen wieder mehr Raum zu geben.

Monika Gsell: Unheimliche Triebe - Ein Fallbeispiel zu Judith Le Soldats triebtheoretischer Konzeption der passiv-aggressiven Wünsche.

Virginia kommt in Analyse, weil sie beruflich an einem Tiefpunkt angelangt ist: Eigentlich wollte sie hoch hinaus in ihrem Leben – in die „Teppichetage“ eines internationalen Konzerns, wie sie sagte. Stattdessen erlebt sie eine Serie von Kündigungen und landet in immer schlechter bezahlten, unqualifizierten Jobs. Sie ist 40 und lebt seit zwei Jahren in „unvollzogener“ Ehe mit einem etwas älteren Mann, bei dem sie sich geborgen fühlt. – Der Vortrag konzentriert sich auf das mit erheblichem Leidensdruck verbundene «neurotische Elend», für dessen Verständnis und Bearbeitung sich die triebtheoretischen Konzepte von Judith Le Soldats Neuformulierung des Ödipuskomplexes als hilfreich erwiesen. Ein spezielles Augenmerk gilt dabei den unbewussten, «unheimlichen», passiv-aggressiven Triebzielen und wie sich diese in der Schlussphase der Analyse manifestierten.

Andreas Weber-Meewes: Unheimliche Liebe - Aus der Analyse eines pädophilen Mannes

Im Zentrum des klinisch ausgerichteten Vortrags steht die Analyse eines Mannes mit multipler Perversion und dominierenden pädophilen Wünschen. Entlang der bewegenden Lebens- und Behandlungsgeschichte des Patienten, insbesondere entlang des mitunter unheimlichen Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehens, entwickelt der Referent Thesen zur Entstehungsgeschichte von pädophilen Begehren allgemein und speziell zu pädophil-sadistischen Triebzielen, sowie zur Möglichkeit der Überwindung einer solchen Fixierung, und stellt diese Thesen zur Diskussion.

AG 3

15.00 – 16.30 Uhr

Filminterpretation „Caché“ des Regisseurs Michael Haneke

  • Christa Hoffmann, Bremen

Moderation: Ralf Zwiebel, Grebenstein

AG 4

15.00 - 18.00 Uhr

Sinn im Zerfall

Angst und Grenzverlust - das Unheimliche am Beginn der Psychose

  • Georg Bruns, Bremen

(Sich) Auflösen: Bedrohung und Begehren

  • Joachim Albert Küchenhoff, Basel

Moderation: Gabriele Treu, Bremen

Joachim Albert Küchenhoff, Basel (Sich) Auflösen: Bedrohung und Begehren

Als ausgesprochen unheimlich wird der „Verlust der natürlichen Selbstverständlichkeit“ (Blankenburg) erlebt, der eine Angst vor dem Zusammenbruch und vor der Desintegration des Selbst hervorruft. Nun ist die Hinterfragung von Selbstverständlichkeiten, auch in Bezug auf das eigene Denken und die persönlichen Fähigkeiten, zugleich Voraussetzung kreativer Veränderung. Desintegrationsängste stellen u.U. die negative Kehrseite eines Wunsches nach Nicht-Integration in die gewohnten Verhältnisse und einer Aufhebung von Bindungen dar, eines Wunsches, der allerdings mit Tabus und Verboten belegt ist. In der Therapie geht es darum herauszuarbeiten, dass der drohende Zerfall psychischer Funktionen einer Intention folgt und nicht bloß Verlust von Funktionen ist. Eine Fallvignette soll das komplexe Verhältnis von Desintegrationsangst und Nichtintegrationswunsch illustrieren.

Georg Bruns, Bremen Angst und Grenzverlust - das Unheimliche am Beginn der Psychose

Am Beginn einer Psychose steht oft eine namenlose, ungeheure, als vernichtend empfundene Angst. Diese Tremaphase (Conrad) der Psychose stellt am klarsten die psychotische Angst dar, von der der Erkrankte Entlastung in organisierten Symptomen wie Verfolgungswahn, Halluzinationen u.a.m. sucht. An einem Fallbeispiel soll der ambivalente Konflikt eines Patienten, einerseits um Festhalten und Rückgewinnung eines Realitätsgefühls zu kämpfen, andererseits sich der Produktion psychotischer Symptome überlassen zu wollen, dargestellt werden. Der Eintritt in eine als irreal empfundene zweite Welt dient hier der Befreiung von nicht mehr ertragenen Elementen der realen Welt.

15.00 – 17.00 Uhr

Kaffeepause nach Absprache in den Foren

18.10 – 19.10 Uhr

COWAP Committee on Women and Psychoanalysis

Moderation: Ingrid Moeslein-Teising, Bad Hersfeld

18.15 – 19.45 Uhr

Gruppenanalytische Großgruppe

Hier bietet sich die Möglichkeit, unsere Erlebnisse und Erfahrungen während der Tagung gemeinsam zu erforschen, zu vertiefen und weiter zu entwickeln. Es sind alle Teilnehmer der Tagung zur Großgruppe eingeladen. Die Teilnahme bedarf keiner vorherigen Anmeldung.

  • Heribert Knott, Stuttgart
  • Jörg von Hacht, Hamburg

20.00 Uhr

EMPFANG

20.15 Uhr

Festabend in zwei Räumen mit Begegnungen, Gesprächen und Tanz

Wir veranstalten den Festabend wieder in zwei Räumen, um Ihnen Gelegenheit zum Unterhalten und/oder ausgiebigen Tanzen zu geben. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit uns gemeinsam den Festabend genießen.

Ratskeller Bremen - Bacchuskeller,
Zunftstube & Schatzkammer
DJ – Musik nach Wunsch

Hauptvortrag

09.00 – 10.15 Uhr

Das Unheimliche/Heimliche. Intim/extim

  • Raymond Borens, Allschwil

Moderation: Martin Teising, Bad Hersfeld

Bei der Entstehung des Subjektes geht etwas von seinem Sein verloren. Dieser Rest wird das Reale bilden, als dasjenige das wirkt – unbewusst, das heißt, es wird zum Intimen und gleichzeitig zum Fremden: intim/extim. Es soll verborgen bleiben; erscheint es dennoch, so kann es die Form des Unheimlichen annehmen. Es provoziert Angst und Panik. Als Beispiele seien genannt: die Brust, die nicht durch ihr Fehlen, sondern durch ihre zu aufdringliche Präsenz ängstigt, droht sie doch, das Kind in seine gerade verlassene Abhängigkeit und in sein Genießen zurückzuwerfen. Oder die Frau, welche unheimlich wird, weil hinter ihr das mütterliche Andere, welches immer auch eine bedrohliche Seite hat (Lacan vergleicht diesen Aspekt mit der Gottesanbeterin) unvermittelt auftaucht.

10.15 – 10.45 Uhr

Kaffeepause

Parallele Veranstaltungen 1045 - 12.45 Uhr

Forum VII

10.45 – 12.45 Uhr

Koreferat zum Hauptvortrag von Raymond Borens

  • Rolf-Peter Warsitz, Kassel

Moderation: Martin Teising, Bad Hersfeld

Forum VIII

10.45 – 12.45 Uhr

Frequenzwechsel in Ausbildungsbehandlungen – zwischen pragmatischen Entscheidungen und Be-Deutungen

Historische Anmerkungen zu Frequenzwechseln

  • Joachim F. Danckwardt, Tübingen

Zur Notwendigkeit von Frequenzwechseln für den Prozess der analytischen Identitätsfindung

  • Lisa Kallenbach-Kaminski, Frankfurt/M.
  • Nasim Ghaffari, Frankfurt/M.

Frequenzwechsel: Agieren der Gegenübertragung oder flexible Gestaltung des analytischen Prozesses

  • Jürgen Maurer, Bonn

Moderation: Gerd Schmithüsen, Köln

Es ist uns als Psychoanalytiker nicht fremd, selbst geringfügig erscheinende Veränderungen im Tonfall unserer AnalysandInnen, in deren Körperhaltung, in der Erscheinung, in der Wortwahl im Behandlungszimmer zu registrieren und auf ihre Bedeutung zu untersuchen. Und wo möglich und für den Prozess der psychoanalytischen Erkenntnisgewinnung hilfreich auch zu deuten.

In diesem Ausbildungsforum soll der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutungen den Wechseln der Behandlungsfrequenz in Ausbildungsbehandlungen zukommt. Und warum häufig auf diese Frage unter psychodynamischen Gesichtspunkten nicht eingegangen wird. Um dieses Thema aus einem anscheinend un-heimlichen Be-schweigen zu locken werden sich 4 Referenten aus unterschiedlichen (historisch, aus KandidatInnensicht, konzeptionell) Blickwinkeln mit dem Thema auseinander setzen.

Forum IX

10.45 – 12.45 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten Psychoanalytischer Gesellschaften

SONDERVERANSTALTUNG ZUR ZUKUNFT DER DPV

Klinische Ausbildungsveranstaltung.
Es werden zwei klinische Fälle vorgestellt mit 4 und 3 Wochenstunden

  • Helmut Hinz, Tübingen
  • Dorothee Stoupel, Berlin

Moderation: Beate Siegfried, Bremen

Forum X

10.45 – 12.45 Uhr

Geschlecht, Identität, Begehren: Wenn Kategorien ins Rutschen kommen

„Ich möchte mehr als Frau leben“.

  • Elisabeth Imhorst, Köln

"Wenn Sie diesen Schritt gehen (geschlechtswandelnde OP), dann...", ergänzt der Patient: " schneide ich mich endgültig von meinem Körper ab!"

  • Tilmann Paschke, Mannheim

Moderation: Andreas Weber-Meewes, Hamburg

Die Psychoanalyse hat ihre liebe Not mit der sexuellen Vielfalt. Am Anfang stand mit Freuds Arbeiten zur psychosexuellen Entwicklung bzw. zur engen Verwandtschaft von infantiler Sexualität, erwachsener Perversion und normaler Vielfalt individueller sexueller Vorlieben eine erste "Queertheorie". Das zunehmend klinische Bias und politische Entscheidungen führten späterhin zu einer pathologisierenden Verengung der vormals weit gefassten Perspektive. Homosexuelle wurden beispielsweise lange von der psychoanalytischen Ausbildung ausgeschlossen. Es gibt also ein ambivalentes Erbe. Zugleich bietet gerade die Psychoanalyse einen unverzichtbaren Verständniszugang zu den entscheidenden Entwicklungslinien und unbewussten Konfliktlösungen, die die individuellen Psychosexualitäten entscheidend prägen. In der AG "Sexualitäten" wollen wir - eine Gruppe von sexualwissenschaftlich interessierten Psychoanalytiker*innen - vor dem Hintergrund unserer Geschichte der Frage nachgehen, was wir heute zu bieten haben, um unterschiedlichste Entwicklungen zu verstehen und ggf. bei der Lösung spezifischer Konflikte hilfreich sein zu können. Wir beginnen unsere Reihe von AGVeranstaltungen in Bremen mit einem explizit klinischen Zugang zur Thematik sexueller Vielfalt: Was tun, wenn Kategorien (der sexuellen Orientierung und / oder der Geschlechtsidentität) ins Rutschen geraten?

Vortrag Elisabeth Imhorst, Köln "Ich möchte mehr als Frau leben“

Es soll eine klinische Vignette vorgestellt werden: Ein verheirateter Mann, kurz vor seiner Pensionierung, kam mit dem drängenden Wusch, „mehr als Frau leben“ zu wollen, in meine Beratungssprechstunde. Er war verwirrt und wollte sich besser verstehen. Ich habe ihn nur wenige Male gesehen, ehe er für eine analytische Behandlung zurück in seine Heimatstadt ging. Ich möchte psychodynamische Überlegungen zur Diskussion stellen, zentriert um die diagnostische Frage, was bedeutet sein „mehr als Frau leben“? und warum gerade jetzt? Ich tue dies auf der Basis der psychoanalytischen Annahme, dass sexuelle Identität – egal welche – immer auch eine individuelle Lösung unbewusster Konflikte darstellt, die es im Sinne unserer Patient*innen zu verstehen gilt. Mitunter bringen Konflikte, Krisen und auch nur veränderte Lebensumstände bisherige Lösungsmuster ins Rutschen, auch und gerade in Bezug auf psychosexuelle Konflikte, die dann neue individuelle Lösungen erfordern. 

Vortrag Tillmann Paschke, Mannheim "Wenn Sie diesen Schritt gehen (geschlechtswandelnde OP), dann...", "...schneide ich mich endgültig von meinem Körper ab!", ergänzt der Patient.

An Hand der Psychodynamik eines 19-jährigen Mannes möchte ich beleuchten, wie im Laufe der Behandlung die Kategorien der geschlechtlichen Identität und der sexuellen Orientierung im positiven Sinne ins Rutschen gerieten. Ein bereits in Erstarrung begriffenes, jedoch dysfunktionelles psychisches Gleichgewicht konnte remobilisiert werden. Ausgangspunkt war die subjektive Gewissheit des Patienten, transsexuell zu sein, und diese Gewissheit hatte sich parallel auf das erweitere soziale Umfeld übertragen. Im toten Winkel dieser Perspektive verbarg sich - auch im konkreten Sinne - eine familiäre Dynamik anhaltender verbaler und nonverbaler Gewalt, gerichtet gegen das männliche Geschlecht des Patienten und jegliche Äußerungen des damit verbundenen Begehrens. Die Beleuchtung dieses Aspekts löste schrittweise die subjektive Gewissheit auf und machte den Weg frei für die Arbeit am tieferliegenden, schmerzbesetzten Grundkonflikt und dessen schrittweiser Lösung.

 

Forum XI

10.45 – 12.45 Uhr

Kulturforum

Künstliche Intelligenz: Unheimliche Bedrohung oder heimliche Chance?

Der Golem-Komplex

  • Johannes Döser, Essen-Werden

Mit einem Kommentar von:

  • Patricia Finke-Lange, Heidelberg

Moderation: Ismail Karacaoglan, Köln

Die Digitalisierung codiert auf disruptive Weise unsere innere und äußere Wirklichkeit um. Was uns heute den Eindruck des Unheimlichen wachruft - 14 Informationstechnologie, künstliche Intelligenz, Robotik, Klonen, Genmanipulation usw. - knüpft in besonderer Weise an die Beobachtung Freuds und Jentschs an, dass die Beseelung eines toten Wesens und die Entseelung eines lebendigen Wesens uns mit besonderem Grusel erfüllt. Die innovativen Vorgänge des 21.Jahrhunderts erscheinen wie eine direkte Fortsetzung des uralten menschlichen Traumes, einen Golem zu erschaffen und damit die „göttliche“ Schöpferkraft zu imitieren. Die Künstliche Intelligenz bedient unterdessen einen gewaltigen Erwartungshorizont. Sie soll als „göttliche Prothese“ par excellence den Wunsch nach Kreativität, Kontrolle, Macht und Rettung auf nie dagewesene Weise erfüllen. Aber so, wie der Golem in der Menschenwelt und ihren Konflikten zwischen Vernunft und Unvernunft, Verstand und Trieb, Eros und Niedertracht außer Kontrolle geraten und Amok laufen kann, so können die Algorithmen, die die Welt zum Besseren verändern sollen, umschlagen in totalitäre Kontrolle, in der Maschinen wie Menschen reden und das Individuum zunehmend in imperativen Maschinencodes spricht bzw. in einer transhumanen Datenwolke verschwindet. Dieses Forum geht aus kulturpsychoanalytischem Blickwinkel dem Traum vom künstlichen Menschen und den Ängsten vor einer Wiederbegegnung mit den Leiden der analogen Welt nach.

Forum XII

10.45 – 12.45 Uhr

öffentliche Veranstaltung

Forschungsforum

Wie arbeiten Verhaltenstherapeuten und Psychoanalytiker mit chronisch Depressiven?

Ein Schulendialog ausgehend von Ergebnissen und Beobachtungen der LAC Depressionsstudie

  • Martin Hautzinger, Tübingen
  • Marianne Leuzinger-Bohleber, Frankfurt/M.

Weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der LAC Studie: Alexa Negele, Ulrich Bahrke, Lisa Kallenbach-Kaminski, Johannes Kaufhold und Manfred Beutel

Nach über 10 Jahren der Vorbereitung und Durchführung der LAC Studie wurden 2018/2019 die Hauptergebnisse der Studie im Canadian Journal of Psychiatry und dem International Journal of Psychoanalysis publiziert. Im Februar 2019 werden die Ergebnisse in deutscher Sprache in der PSYCHE publiziert und von Peter Fonagy (als Psychoanalytiker) und John Clarkin (als Verhaltenstherapeut) kommentiert. Im Forschungsforum werden nochmals kurz die Ergebnisse dargestellt, doch liegt der Schwerpunkt auf je einer klinischen Falldarstellung. Anhand dieser klinischen Beispiele werden Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede in den Behandlungstechniken der beiden Ansätze diskutiert. Zudem wird der Raum geboten, unterschiedliche wissenschaftstheoretische und methodische Positionen zu erörtern, aber auch auf die aktuelle Situation des Schulendialogs in den Universitäten und in der Krankenversorgung einzugehen.

Teil I: Kognitive Verhaltenstherapie der chronischen Depression
Martin Hautzinger
Mit Bezug zur LAC-Studie und den dort beteiligten niedergelassenen Psychotherapeuten sollen die Theorie, das Problemverständnis, die Ziele und das Vorgehen der Kognitiven Verhaltenstherapie vorgestellt werden. Dies wird neben den Besonderheiten der LAC-Studie an weiteren eigenen Therapiestudien mit einem manualisierten und strukturierten, für die Studientherapeuten verbindlichen therapeutischen Vorgehen kontrastiert. Dies soll zur Diskussion und zum Austausch anregen, insbesondere dabei den Fragen nachgehen: Länge der Therapie, Intensität der Therapie, Erfolgs- und Misserfolgsraten, Wirkmechanismen.

Teil II: Psychoanalytische Behandlungen von chronisch Depressiven
Marianne Leuzinger-Bohleber, Ulrich Bahrke u.a.
Ausgehend von einem Fallbeispiel (MLB) werden behandlungstechnische Fragen zur psychoanalytischen Behandlung von chronisch Depressiven erörtert. Dabei werden einige Modifikationen des Manuals von David Taylor aufgrund der klinischen Erfahrungen in der LAC Studie diskutiert. Ulrich Bahrke wird die OPD Interviews zur gleichen Behandlung vorstellen. Übereinstimmungen und Abweichungen im Verständnis struktureller Veränderungen werden diskutiert.

Erste klinische Überlegungen zur differenziellen Indikation (welche Patienten profitieren am ehesten von welcher Therapie) werden erörtert.

Forum XIII

10.45 – 12.45 Uhr

Forum Migration, Flucht, Asyl

Einführung: Unheimliches in der Arbeit mit Geflüchteten

  • Gertraud Schlesinger-Kipp, Kassel

Die Angst vor dem Anderen - Psychoanalytische Überlegungen zur Wiederkehr von Populismus und Nationalismus in Europa

  • Werner Bohleber, Frankfurt/M.

Moderation: Hans-Jürgen Wirth, Gießen

AG 5

10.45 – 12.45 Uhr

Transgenerationelle Übergabe des Traumas

The never ending experience of the Un-Heimlich as a sort of dialectic between reminiscence and forgetting

  • Yolanda Gampel, Tel Aviv

Zur Tradierung extremen Traumas in Deutschland - Szenisches Erinnern der Shoah

  • Kurt Grünberg, Frankfurt/M.

Moderation: Marita Barthel-Rösing, Bremen

Yolanda Gampel, Tel Aviv The never ending experience of the Un-Heimlich as a sort of dialectic between reminiscence and forgetting

The uncanniness created by war or social violence raises a series of questions concerning the role and practice of psychoanalysis. The psychoanalytic work exposes the analyst to the depths of the internal currents of another's mind, and stirs up similar currents within his own internal depths. What happens when both patient and analyst are exposed, at the same time, to extreme external circumstances ?How is this 'actuality' introduced into the special space of the psychoanalytic session? How is the analyst to deal, technically, with this actuality? We can relate to events happening in the external world that cause an eruption in the expected, normal life, when patients and analysts are immersed in the same social context.

Kurt Grünberg, Frankfurt Zur Tradierung extremen Traumas in Deutschland - Szenisches Erinnern der Shoah

Anhand der heftigen Empörung eines Holocaust-Überlebenden im Treffpunkt für Überlebende der Shoah in Frankfurt am Main über das „Gedicht“ des Schriftstellers Günter Grass „Was gesagt werden muss“ wird das Konzept des Szenischen Erinnerns der Shoah dargestellt. Ein kurzer Ausschnitt einer Videoaufnahme soll vergegenwärtigen, wie die Verfolgungsgeschichte von Abraham L. hier vor allem szenisch zum Ausdruck gebracht wird. Es soll dargestellt werden, wie die Tradierung des extremen Traumas konzeptualisiert werden kann.

AG 6

10.45 – 12.45 Uhr

Unheimliche Übertragung und Gegenübertragung bei der Arbeit mit extremistischen Gewalttätern

Erwacht aus einem Albtraum? - Von der Arbeit mit einem Mann, der mehrere Jahre einer salafistischen Gruppe anhing

  • Christoph Bialluch, Berlin

Annäherung an Radikalität: Unheimlich, unangenehm, heimlich?

  • Peter Möhring, Wettenberg

Moderation: Angelika Ebrecht-Laermann, Berlin

Anhand klinischer Beispiele und theoretischer Überlegungen wollen wir über die besonderen Übertragungs-Gegenübertragungs-Konstellationen bei der Arbeit mit extremistischen Straftätern und Gefährdeten der salafistischen und rechtsextremen Szene nachdenken. 11 Welchen unheimlichen Psychodynamiken und Phänomenen begegnen wir dabei? Wie lässt sich der Krieg im Inneren mit dem Drang nach Krieg im Äußeren verbinden?

AG 7

10.45 – 12.45 Uhr

1818 – Auftauchen des Unheimlichen in Musik und Literatur

Gibt es das Unheimliche in der Musik?

  • Johannes Picht, Schliengen

Das Werk klagt seinen Schöpfer an

  • Alfred Walter, Augsburg

Moderation: Karsten Münch, Bremen

Johannes Picht, Freiburg Das Unheimliche in der Musik

Dass Musik „unheimliche“ Gefühle wecken kann, reicht noch nicht aus, um das Unheimliche als Inhalt der Musik gelten zu lassen. Im Vortrag soll daher ein Begriff des Unheimlichen entwickelt werden, der - über Freud hinaus, der den Begriff anhand der erzählenden Literatur erörtert – es erlaubt, das Unheimliche auch in der Musik zu identifizieren. Sein spezifischer Ort in der Geschichte ist die Etablierung des bürgerlichen autonomen Subjekts zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die mit ihr verbundene Romantik, die den „dunklen Grund“ der subjektiven Freiheit zum Vorschein bringt. Anhand eines Musikbeispiels wird im Detail aufgezeigt, welche Signaturen des autonomen Subjekts die Musik entwickelt hat, wie aber in der musikalischen Faktur dieser Komposition zugleich dessen Fiktionalität und Fragwürdigkeit zur Darstellung kommt.

Alfred Walter, Ulm Das Unheimliche in der Literatur

Ergänzend soll anhand eines zeitgenössischen Romans der ‚schwarzen Romantik‘ (Praz) bzw. der ‚dunklen Aufklärung‘ (Yovel) die Konstitution des bürgerlichen Subjekts als seltsam-unheimliche Koinzidenz von Fremd- und Selbstkonstitution, die - sich zuspitzend - auf unheimliche Abgründe zutreibt, in unterschiedlichen Aspekten nachgezeichnet werden.

Intervisionsgruppe

10.45 – 12.45 Uhr

Intervisionsgruppe für Postgraduierte

Wir wollen im Rahmen der DPV-Tagung fortlaufend für KollegInnen, die in den letzten Jahren ihr Kolloquium absolviert haben, Raum für den Austausch über Fälle und zukunftsweisende Visionen bieten, die sich aus unserer (klinischen) Arbeit ergeben. Es ist eine offene Gruppe ohne Teilnehmerbegrenzung. Um Voranmeldung sowie um Mitteilung, wenn Sie einen Fall vorstellen möchten, wird unter christoph.licher(at)gmx.de gebeten.

Moderation: Christoph Licher, Bremen

12.45 – 13.45 Uhr

Mittagspause

12.45 – 13.45 Uhr

Sitzung Ausschuss für Fortbildung und Nachwuchsförderung

Moderation: Dorothee Stoupel, Berlin

12.45 – 13.45 Uhr

Arbeitskreis zu den Chinaaktivitäten von DPV-Mitgliedern

Moderation: Alf Gerlach, Saarbrücken

12.45 – 13.45 Uhr

Vorstandskommission Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie mit den Beauftragten der Institute

Moderation: Isolde Böhme, Köln

Forum XIV

13.45 – 15.15 Uhr

Forum der Ausschüsse für Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung und Fortbildung

Das Unheimliche in der infantilen Sexualität - Frühe Formen von ideologischem Denken

  • Steffen Elsner, Leipzig

Moderation: Dorothee Stoupel, Berlin

Dass Kinder sexuelle Wesen sind und dass diese Tatsache zensiert wird, ist ein alter Hut. Doch warum werden die Einsichten Freuds über die infantile Sexualität und die Partialtriebe auch in Zeiten vermeintlich freier Sexualmoral individuell und gesellschaftlich tabuisiert? Auf der Symptom-Ebene zeigt sich dieses Tabu beispielsweise in akademischen Lehrbüchern und in der Psychotherapieforschung. Teilweise auch in psychoanalytischen Artikeln. Das ist nicht einfach mit dem Argument der Abkehr von der Triebtheorie zu erklären. Auch nicht nur mit der Abwehr von vormals Heimlichem, was durch Verdrängung fremd und unheimlich geworden ist. Die zentrale These des Vortrags lautet, dass etwas Unheimliches mit der infantilen Sexualität verbunden ist, dessen Struktur der ideologischen Lüge gleicht: Ein alltäglicher, lustvoller psychischer Mechanismus, der nationalistischem Denken und der Anpassung an neoliberale Gesellschaftsverhältnisse zu einer Massenbasis verhilft.

Forum XV

13.45 – 15.45 Uhr

COWAP Committee on Women and Psychoanalysis

Die wechselvolle Geschichte des Feminismus und seine Wurzeln in der Nachkriegszeit

  • Almuth Sellschopp, München
  • Christiane Schrader, Frankfurt/M.

Moderation: Ingrid Moeslein-Teising, Bad Hersfeld

Forum XVI

13.45 – 15.15 Uhr

Teilnahme nur für Mitglieder und Kandidaten der DPV

SONDERVERANSTALTUNG ZUR ZUKUNFT DER DPV – Fortführung der Diskussion der Herbsttagung 2018 in Bad Homburg

Plenumsdiskussion

Moderation: Michael Gingelmaier, Bruchsal

AG 8

13.45 – 15.15 Uhr

Wo Es Ist. Zur Räumlichkeit des Unheimlichen

  • Johannes Binotto, Luzern

Moderation: Benigna Gerisch, Berlin

Freud hat den Begriff des Unheimlichen nicht erfunden. Aber seine bahnbrechende Innovation bestand darin, das Unheimliche als psychisch-räumliche Situation zu analysieren. Die spezifische Räumlichkeit des Unheimlichen ist denn auch der Schlüssel zu nichts weniger als den Topologien des Unbewussten, wie sie Freud und nach ihm Jacques Lacan theoretisieren. Diesen radikalen und für die Psychoanalyse grundlegenden Zusammenhang zwischen Räumlichkeit und Unheimlichem gilt es herauszuarbeiten. Dabei zeigt sich der unheimliche Schauplatz des Unheimlichen nicht nur in den Überlegungen der psychoanalytischen Theorie, sondern findet insbesondere in den Artefakten der Kultur seine Darstellung, die bereits für Freud immer mehr waren als nur Beispiele. In beängstigenden Textlandschaften der Literatur, den verwirrenden Konstruktionen des Films und den verstörenden Klangwelten der Musik schafft sich das Unheimliche Raum, schon lange vor jeder Psychoanalyse. Mit und auf ihnen muss der Weg in das Labyrinth des Unheimlichen beschritten werden.

Dr. Johannes Binotto ist Kultur- und Medienwissenschaftler, Dozent für Filmtheorie an der Hochschule Luzern Design + Kunst, sowie Mitarbeiter am Englischen Seminar der Universität Zürich, wo er mit einer Studie zum Freud’schen Unheimlichen in Kunst, Literatur und Film promoviert hat. Diese ist erschienen unter dem Titel «Tat/Ort. Das Unheimliche und sein Raum in der Kultur» (Berlin: Diaphanes 2013).

Zahlreiche Publikationen zu den Schnittstellen zwischen Medientheorie, Psychoanalyse und Technikphilosophie. Sein aktuelles Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen filmtechnischen Verfahren und dem psychoanalytischen Begriff des Unbewussten. Homepage: www.schnittstellen.me.

AG 9

13.45 – 15.15 Uhr

„Die Vorsilbe ‚un‘ ist die Marke der Verdrängung“ – zur Sprache des Unbewussten

  • Udo Hock; Berlin

Moderation: Detlef W. Schäfer, Bremen

Im Zentrum der Freud’schen Abhandlung über das Unheimliche steht bekanntlich eine lange Auseinandersetzung mit dem Wort selbst und insbesondere mit der Dialektik von ‚heimlich‘ und ‚unheimlich‘. Diese Herangehensweise möchte ich aufgreifen und über verschiedene Sprachen hinweg (deutsch, französisch, englisch) die Frage stellen, wie sich das Unbewusste sprachlich niederschlägt, und zwar zunächst einmal im Vokabular der Psychoanalyse mit seinen ganz speziellen Vorsilben (Un-, Ver-, Über-, Ent-) und Wortneuschöpfungen (Deckerinnerung, Nachträglichkeit, Wiederholungszwang usw.); dann aber auch durch bestimmte Schreibweisen, wie man sie bei den herausragenden VertreterInnen unserer Disziplin findet. Die sprach-ästhetische Dimension der Psychoanalyse erscheint allzu marginalisiert in der aktuellen Psychoanalyse.

AG 10

13.45 – 15.15 Uhr

öffentliche Veranstaltung

Populismus – Beunruhigung der Gegenwart -

Offenes Gespräch

  • Philip Manow, Bremen
  • Hans-Jürgen Wirth, Gießen

Moderation: Torsten Siol

Abschlusspanel mit Referenten und Gästen

15.30 – 16.30 Uhr

Abschlusspanel

  • Raymond Borens, Allschwil
  • Philipp Soldt, Bremerhaven
  • Lilli Gast, Berlin
  • Johannes Binotto, Luzern
  • Johannes Döser, Essen-Werden

Referenten sprechen miteinander und mit den Gästen

Moderation: 
Valérie Bouville, Bonn 
Isabel Bataller Bautista, Bremen

18.00 – 18.30 Uhr

Empfang - Ausklang

ENDE DER TAGUNG

Mittwoch, 1. Mai 2019

Ort:

Bremer Psychoanalytische Vereinigung e.V.
Graf-Moltke-Straße 62
28211 Bremen

16.00 – 17.30 Uhr

Supervisionsgruppe 1

  • Detlef W. Schäfer, Bremen

Supervisionsgruppe 2

  • Georg Bruns, Bremen

17.30 – 18.00 Uhr

Kaffeepause

18.00 – 19.30 Uhr

Workshop 

Nachdenken über den Todestrieb

  • Elfriede Löchel, Bremen

In dem Workshop werden drei Versionen des Todestrieb-Konzepts vorgestellt (Freud, Klein, Green) und im Hinblick auf ihre klinischen Vorund Nachteile diskutiert.

20.00 Uhr

Geselliges Beisammensein der Kandidaten:

Louis & Jules Pizza & Pasta
Vor dem Steintor 139
28203 Bremen

Donnerstag, 2. Mai 2019

Ort:

Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen
Hollerallee 99
28215 Bremen

14.30 – 17.30 Uhr

Kandidatenversammlung

Freitag, 3. Mai 2019

Ort:

Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen
Hollerallee 99
28215 Bremen

08.30 Uhr
Treffpunkt: Tagungsbüro / Anmeldung

Begrüßungstreffen für Studierende

  • Christiane Schrader, Frankfurt/M.

 

 

Samstag, 4. Mai 2019

AG 11

13.45 – 15.15 Uhr

Forum für Studierende

Von der Hochschule in die Praxis – Psychoanalyse und ihre Anwendungen

  • Christiane Schrader, Frankfurt/M.

Moderation: Marc Dannenhäuser, Wetter

Das Studentenprogramm auf der DPV-Frühjahrstagung soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, PsychoanalytikerInnen in Vorträgen und Diskussionen zu erleben. Alle Studierende, die Einblick in unser Denken und Arbeiten gewinnen wollen, können verschiedene Themenbereiche kennenlernen und die Bedeutung des lebendigen kollegialen Austauschs für das spätere Berufsleben erfahren. Dies ist bei der Wahl der Ausbildung sowie eines Ausbildungsinstitutes von großer Bedeutung.

Vor der Tagungseröffnung findet ein kurzes Begrüßungstreffen mit einer Analytikerin statt, bei dem die Studierenden mit uns und auch miteinander in Kontakt treten können. Auf der Tagung bieten wir ein Forum für Studierende an. In diesem Forum können sich die Studierenden über ihre Eindrücke austauschen und Fragen bezüglich der Ausbildung stellen. Die Tagungsgebühr ist reduziert und schließt das wissenschaftliche Programm sowie den Begrüßungs- und Abschlussempfang ein.

Referenten

Dr. Bataller Bautista Isabel Bremen Deutschland ibataller@web.de
Dr. Bialluch Christoph Berlin Deutschland christoph.bialluch@fu-berlin.de
Kultur- und Medienwis-senschaftler Binotto Johannes Luzern Schweiz johannes.binotto@hslu.ch
Dr. med. Blaß Heribert Düsseldorf Deutschland heribertblass@arcor.de
Dr. phil. Bohleber Werner Frankfurt/M. Deutschland wbohleber@gmx.de
Dr. med. Böhme Isolde Köln Deutschland isolde.boehme@t-online.de
Dr. med. Borens Raymond Allschwil Schweiz rborens@gmail.com
Prof. Dr. med. Bruns Georg Bremen Deutschland gj.bruns@t-online.de
Dr. med. Danckwardt Joachim F. Tübingen Deutschland jfdanckwardt@t-online.de
Dr. med. Döser Johannes Essen-Werden Deutschland doeser@t-online.de
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Ebrecht-Laermann Angelika Berlin Deutschland ebrechtang@aol.com
Dipl. Psych. Elsner Steffen Leipzig Deutschland elsner.steffen@gmail.com
Prof. Engel Till Essen-Werden Deutschland engel@folkwang-uni.de
Dipl.-Psych. Finke-Lange Patricia Heidelberg Deutschland kc.fink@t-online.de
Ph.D., Professor Gampel Yolanda Tel Aviv Israel yolandag@tauex.tau.ac.il
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Gast Lilli Berlin Deutschland lilli.gast@ipu-berlin.de
Dr. Gesell Monika Zürich Schweiz monika.gsell@bluewin.ch
Dipl.-Psych. Ghaffari Nasim Frankfurt am Main Deutschland nasim.ghaffari@gmail.com
Arzt Gingelmaier Michael Bruchsal Deutschland m.gingelmaier@t-online.de
Dr. phil. Dipl.-Psych. Grünberg Kurt Frankfurt Deutschland gruenberg@sigmund-freud-institut.de
Prof. Dr. Dipl.- Psych. Hautzinger Martin Tübingen Deutschland hautzinger@uni-tuebingen.de
Dr. med. Hinz Helmut Tübingen Deutschland helmuthinz@live.com
Dr. phil. Dipl.-Psych. Hock Udo Berlin Deutschland udo.hock@web.de
Dipl.-Psych. Hoffmann Christa Oldenburg Deutschland hoffmann-hollweg@t-online.de
Dr. phil. Dipl.-Psych. Imhorst Elisabeth Köln Deutschland elisabeth.imhorst@dpv-mail.de
Dipl.-Psych. Johne Maria Leipzig Deutschland vorsitzende@dpv-psa.de
Dipl. Psych. Kallenbach-Kaminski Lisa Frankfurt Deutschland kandidatenvertretung@dpv-mail.de
Dr. med. Kittler Erika Freiburg Deutschland ekittler@online.de
Dr. med. Knott Heribert Stuttgart Deutschland Heribert.Knott@t-online.de
Prof. Dr. med. Küchenhoff Joachim Albert Basel Schweiz joachim.kuechenhoff@unibas.ch
Prof. Dr. phil. Leuzinger-Bohleber Marianne Frankfurt/M. Deutschland m.leuzinger-bohleber@gmx.de
Prof. Dr. phil. Löchel Elfriede Bremerhaven Deutschland eloechel@uni-bremen.de
Prof. Dr. Manow Philipp Bremen Deutschland manow@uni-bremen.de
Arzt Maurer Jürgen Bonn Deutschland juergen.a.maurer@t-online.de
Dr. med. Mendes de Leon Charles Zürich Schweiz info@cmdl.ch
PD Dr. med. Möhring Peter Wettenberg Deutschland pmoehring@t-online.de
Dr. phil. Dipl.-Psych. Paul Rainer Wiesbaden Deutschland paul-mail@t-online.de
Dr. med. Paschke Tillmann Mannheim Deutschland paschke@zns-mannheim.de
Dr. med. Picht Johannes Schliengen Deutschland johannes.picht@web.de
Dipl.-Psych. Schäfer Detlef W. Oldenburg Deutschland schaeferdw@t-online.de
Dr. Dipl.-Psych. Schlesinger-Kipp Gertraud Kassel Deutschland gertraud.schlesinger-kipp@dpv-mail.de
Dipl.-Psych. Schneider Tina Wilhelmshaven Deutschland tina.schneider@dpv-mail.de
Dipl. –Psych. Schrader Christiane Frankfurt/M. Deutschland cschrader.infopraxis@gmx.de
Prof. Dr. phil. Dr. med. habil. Sellschopp Almuth München Deutschland almuth.sellschopp@dpv-mail.de
Dr. Dipl.-Psych. Soldt Philipp Bremerhaven Deutschland psoldt@uni-bremen.de
Dipl.-Psych., M.A. Stoupel Dorothee Berlin Deutschland dorothee.stoupel@t-online.de
Dipl.-Psych. von Hacht Jörg Hamburg Deutschland joerg.vonhacht@dpv-mail.de
Dr. phil. Walter Alfred Augsburg Deutschland alfredwalter.praxis@t-online.de
Prof. Dr. med. Dr. phil. Warsitz Rolf-Peter Kassel Deutschland warsitz@t-online.de
Dipl.-Psych. Weber-Meewes Andreas Hamburg Deutschland a.weber-meewes@psychoanalytische-praxis.de
Prof. Wirth Hans-Jürgen Gießen Deutschland hans-juergen.wirth@psychosozial-verlag.de
  1. Tagungsort:
    Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen,  Hollerallee 99,  28215 Bremen
  2. Tagungsbüro:
    Ab dem 2. Mai 2019 im Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen
    Telefon: Antje Harz 030 26 55 25 03 – mobile Umleitung
     
    Öffnungszeiten:
    Donnerstag, 2. Mai 2019 08.30 – 20.00 Uhr
    Freitag, 3. Mai 2019 08.30 – 17.30 Uhr
    Samstag, 4. Mai 2019 08.30 – 16.30 Uhr
  3. Anmeldung:
    Ihre Anmeldungen (online oder postalisch) richten Sie bitte bis zum 17.04.2019 an die Tagungsorganisation in Berlin. Danach sind Anmeldungen erst wieder vor Ort im Tagungsbüro im Maritim Hotel & Congress Centrum Bremen möglich.
    Wir möchten Sie herzlich bitten, sich bevorzugt über unsere Homepage online zur DPV-Frühjahrstagung in Bremen anzumelden, da dies eine enorme Arbeitserleichterung mit sich bringt.
    Alle Teilnehmer, die sich dankenswerterweise online anmelden bzw. auf ihrer Anmeldung ihre E-Mail Adresse mitteilen, erhalten ihre Anmeldebestätigung per E-Mail. Den Teilnehmern, die sich postalisch anmelden, werden wir die Anmeldebestätigung per Post zustellen.
    Mitglieder anderer psychoanalytischer und psychotherapeutischer Fachgesellschaften können als Gäste an der Tagung teilnehmen.
    Die Aufnahmevorträge sind DPV–intern.
  4. Stornobedingungen:
    Die Teilnahmegebühren werden bei einer Stornierung bis zum 01.04.2019 voll erstattet. Nach diesem Termin bis zum 17.04.2019 wird die Hälfte der Teilnahmegebühr erstattet. Ab dem 18.04.2019 erfolgt keine Erstattung mehr.
    Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer privaten Reise- rücktrittsversicherung.
  5. Bezahlung: 
    Bei Anmeldungen per Post überweisen Sie bitte auf folgendes Konto der: 
    DPV e. V. 
    Deutsche Apotheker- und Ärztebank Berlin 
    IBAN: DE 90 3006 0601 0005 492521 
    BIC: (Swift-Code): DAAEDEDDXXX 
    Stichwort: DPV Frühjahrstagung 2019

    Bei online-Anmeldungen erhalten Sie direkt nach dem Anmeldevorgang Ihre Anmeldebestätigung / Rechnung.
  6. Hotelzimmer:
    Das Kongressbüro der BTZ - Bremer Touristik-Zentrale hält für die Teilnehmer der DPV-Frühjahrstagung 2019 Zimmerkontingente in unterschiedlichen Preiskategorien bereit. Bitte beachten Sie, dass bei allen Hotelpreisen bereits ein reichhaltiges Frühstück enthalten ist.
    Buchen Sie jetzt online über das Hotelbuchungsformular auf unserer Homepage.
    Die Bezahlung der Zimmer erfolgt erst vor Ort im gebuchten Hotel.
    Eine garantiert kostenfreie Stornierung ist bis 24 Stunden vor Anreise möglich. Ausnahmen bilden die folgenden Häuser: Hotel Residence Bremen (bis 7 Tage vor Anreise), Maritim Hotel Bremen (bis 10 Tage vor Anreise) und Dorint Park Hotel Bremen (bis 48 Std. vor Anreise). Danach gelten die individuellen Stornierungsbedingungen des jeweiligen gebuchten Hotels.
    Ihre Ansprechpartnerin:
    Katharina Ritschel
    Tel.: +49 (0)421 30800 17
    Fax: +49 (0)421 30800 3817
    E-Mail: ritschel(at)bremen-tourism.de
  7. Kongressunterlagen:
    Ihre Tagungsunterlagen (Ihre Rechnung, Ihr Namensschild, die Wahl Ihrer Foren und Arbeitsgruppen, einen Raumplan und ggf. Ihre erworbene Festabendkarte) erhalten Sie vor Ort in Bremen im Tagungsbüro.
  8. Namensschilder:
    Von allen Teilnehmern sind die Namensschilder (einheitlich durchsichtig) bei allen Veranstaltungen deutlich sichtbar zu tragen. Wenn Sie als Gast teilnehmen, ist Ihr Namensschild auf der Vorderseite gekennzeichnet.
  9. Festabend:
    Die Teilnahme am Festabend mit Dinner, Musik und Tanz kostet für Mitglieder 75,00 € und für Kandidaten 50,00 €. Der Sektempfang ist im Preis eingeschlossen, die weiteren Getränke sind eigenständig zu zahlen.
  10. Tagungsband:
    Den Tagungsband der vergangenen Herbsttagung 2018 erhalten Sie vor der Tagung mit der Post. Den Tagungsband der Frühjahrstagung 2019 können Sie mit Ihrer Anmeldung zum Preis von 28,50 € (inkl. Porto und Versand) subskribieren. Er wird Ihnen nach Fertigstellung automatisch zugesandt.
  11. Technik:
    Sollten Sie als Vortragender technische Hilfsmittel, wie Beamer, Lein- wand etc. benötigen, möchten wir Sie bitten, sich per E-Mail bis zum 1. April 2019 an das DPV-Tagungsbüro tagungsbuero(at)dpv-psa.info zu wenden.
  12. Parken:
    Teilnehmer haben die Möglichkeit, auf dem Hotel-Parkplatz gegen ein Entgelt zu parken. Weitere Parkhäuser befinden sich in der Nähe.
  13. Zertifizierung
    Die Arbeitstagung der DPV wird von der Psychotherapeutenkammer Bremen mit Fortbildungspunkten zertifiziert. Teilnehmer, die an der Zertifizierung teilnehmen möchten, müssen sich vor Ort im Tagungsbüro in die Anwesenheitslisten eintragen. Die Bescheini- gungen erhalten Sie am letzten Tag der Tagung im Tagungsbüro.

Lage & Anfahrt

Entfernungen

 

Hauptbahnhof 0,5 km
Autobahn B274 km 
Flughafen Bremen7 km 
Messe 0,2 km

 

 

Bahn- und Buslinien
Ab Hauptbahnhof Bus 26 & 27 (2 Stationen)

Zu Fuß:
Vom Hauptbahnhof aus erreichen Sie uns bequem zu Fuß innerhalb von 5 Minuten. Nehmen Sie den Ausgang "Bürgerweide". Sie finden unser Hotel direkt hinter der ÖVB Arena.